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Radler brauchen gute Wege, wie hier am Rheinufer in Mainz-Kastel.
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Radler brauchen gute Wege, wie hier am Rheinufer in Mainz-Kastel.

Verkehr

Hessen fördert den Radverkehr

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Land investiert mehr in den Ausbau des Wegenetzes. Fünf Kommunen nehmen am „Nahmobilitätscheck“ teil.

Fußgänger und Radfahrer sollen in der kommunalen Verkehrsplanung mehr Gewicht bekommen. Dazu hat Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) eine „Nahmobilitätsstrategie“ ins Leben gerufen.

Sie beinhaltet den Ausbau der Rad- und Fußwege, Online-Hilfen wie den Radroutenplaner und konkrete Unterstützung: Fünf Kommunen nehmen an dem „Nahmobilitätscheck“ teil, bei dem nachahmenswerte Konzepte entstehen sollen: Rödermark, Hattersheim, Offenbach, Hanau und Limburg.

Vehikel für den Alltag 

„Meine Vorgänger haben das Rad vorwiegend als Freizeitgefährt und Radwege als Teil der Tourismusinfrastruktur verstanden“, sagte Al-Wazir am Montag in Wiesbaden. Doch die Mobilitätsgewohnheiten änderten sich. „Für immer mehr Menschen sind Rad oder Pedelec ein alltägliches Fortbewegungsmittel, auch auf dem Weg zur Arbeit.“ Und es würden noch mehr, wenn die Bedingungen besser wären. „Die Verkehrsinfrastruktur ist immer noch sehr stark auf das Auto ausgerichtet.“

Doch das ändere sich. Als positives Beispiel stellte Al-Wazir Frankfurt heraus. In den vergangenen sieben Jahren habe sich dort der Radverkehr mehr als verdoppelt. In Wiesbaden hingegen beginne die Förderung der umweltfreundlichen Mobilität gerade erst. Die Landesregierung unterstütze die Kommunen dabei; in der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität können sie ihre Ideen und Erfahrungen austauschen. Rund 170 Städte und Gemeinden haben sich inzwischen dieser „Allianz“ angeschlossen: „Es muss nicht jeder das Rad neu erfinden.“

Eine übersichtliche und klare Beschilderung sei ebenfalls notwendig – in dieser Beziehung sei Offenbach besser als Frankfurt. Derzeit entstehe ein Handbuch, an dem sich alle Verkehrsplaner in den Rathäusern orientieren können. Auch das erleichtere das Radeln auf unbekanntem Terrain.

Weniger Autos = mehr Lebensqualität 

Weniger Autos auf den Straßen fördere die Lebensqualität in den Städten und mache jenen den Alltag leichter, die nicht auf ein eigenes Fahrzeug verzichten können, etwa Handwerker. Viele Menschen wollten mehr Radfahren, hätten aber Hemmungen, sich ins Getümmel zu stürzen. Eine bessere Infrastruktur soll ihnen den Umstieg erleichtern.

Wie Al-Wazir betont, hat das Land eine Offensive gestartet: In den kommenden Jahren würden 60 Radwege an Landesstraßen angelegt, mit durchschnittlich acht Millionen Euro im Jahr unterstütze Hessen den Bau kommunaler Radwege. „Erstmals seit mehr als 15 Jahren können alle von den Kommunen eingereichten Projekte für Fuß- und Radverkehr im Rahmen des kommunalen Straßenbaus gefördert werden“, sagte er. Hier habe er eindeutige Prioritäten in der Verkehrspolitik gesetzt.

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