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Weiterhin dicke Luft in Hessen

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Die Bilanz der NOx Messungen in Hessen zeigt kaum Veränderungen. Doch die Ministerin ist optimistisch.

Einen ganz leichten Abwärtstrend bei der Luftbelastung verzeichnet die Stickstoffdioxid-Bilanz des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Der Großteil der Werte sei im Vergleich zum Vorjahr gesunken. „Trotzdem haben wir immer noch sehr viele, teilweise sehr hohe Überschreitungen und werden auch weiterhin geeignete Maßnahmen umsetzen, um die Luftqualität in unseren Städten zu verbessern“, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden.

Die Ergebnisse: An 18 von 59 Stickstoffdioxid-Messstellen wurde im vorigen Jahr der Grenzwert von 40 Mikrogramm überschritten. Das ist eine weniger, als im Vorjahr. An den 36 festen Messstationen wurde der Grenzwert so wie im Jahr zuvor sechsmal überschritten, bei den 23 Passivsammlern zwölfmal (2017: 13-mal). In Offenbach an der Bieberer Straße lag der Wert knapp über der Grenze, die im Vorjahr noch eingehalten wurde. Umgekehrt das Ergebnis an den Stationen Frankfurt-Reuterweg und Bensheim-Nibelungenstraße: Anders als im Vorjahr wurde der Grenzwert nicht überschritten.

Zugenommen haben die Werte laut HLNUG an der Gießener Westanlage (43,9 Mikrogramm) und an der Station Limburg-Schiede. Wie im Vorjahr konnte der Grenzwert an der Messstelle Darmstadt-Heinrichstraße nicht eingehalten werden, in Frankfurt-Friedberger Landstraße und Wiesbaden-Schiersteiner Straße. Spitzenreiterin mit 66,5 Mikrogramm war wieder die Hügelstraße in Darmstadt.

Hinz kündigte an, die Luftreinhaltepläne für Gießen und Limburg fortzuschreiben. Mit den Städten Darmstadt, Wiesbaden und Frankfurt seien bereits „wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht“. Für Darmstadt prognostiziert die Ministerin bis Ende 2019 einen deutlichen Rückgang der Stickoxidemissionen. Wiesbaden werde 2020 nachziehen, „und das ohne Verkehrsbeschränkungen“.

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