Regionalbahn mit Diesellok und Doppelstockwagons.
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Regionalbahn mit Diesellok und Doppelstockwagons.

Verkehr

Endstation für die Diesellok

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Die Elektrifizierung des hessischen Schienenverkehrs schreitet voran, auch der Einsatz der Brennstoffzellentechnik ist ausgezeichnet. Die Diesellok steht vor dem Aus.

Rund 600 Kilometer Schienenstrecken sollen in den kommenden Jahrzehnten in Hessen elektrifiziert werden. Für die Niddertalbahn von Bad Vilbel nach Glauburg-Stockheim werde in Kürze die Planungsvereinbarung unterzeichnet, teilte Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Donnerstag mit. Bei der Taunusbahn von Friedrichsdorf nach Brandoberndorf stehe der Start des Planfeststellungsverfahrens unmittelbar bevor. Der Abschnitt Friedrichsdorf–Usingen soll demnach bereits Ende 2023 fertig sein. Schon ein Jahr früher sollen im 75 Kilometer langen Taunusnetz Züge mit Brennstoffzellen das Dieselzeitalter beenden.

Für das zukunftsweisende Projekt ist der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) am Donnerstag mit dem Hessischen Staatspreis Energie 2020 in der Kategorie Verkehr ausgezeichnet worden. Die RMV-Tochter Fama hat die 27 Brennstoffzellenzüge gekauft. Von Dezember 2022 an sollen sie auf den Linien Frankfurt-Höchst–Bad Soden, Frankfurt–Königstein, Frankfurt–Bad Homburg–Brandoberndorf) sowie zwischen Friedrichsdorf und Friedberg verkehren. Die Wasserstofftankstelle wird auf dem Gelände des Industrieparks Höchst errichtet. „Ein Leuchtturmprojekt für Hessen, das auch international eine hohe Wahrnehmung bekommen wird“, urteilte Jury-Mitglied Ulrike Kramm von der TU Darmstadt.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums ist derzeit jeder dritte der knapp 2600 Schienenkilometer in Hessen ohne Oberleitung. Die Strecken gehörten überwiegend der Deutschen Bahn. Der Bund habe Geld für die Elektrifizierung in Aussicht gestellt.

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