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Hessen: Einsatz gegen Lichtverschmutzung

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Von: Gregor Haschnik

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Ein neues Netzwerk setzt sich für den Schutz der Nacht ein. Übermäßiges Kunstlicht schadet der Natur und verbraucht viel Energie.

In Hessen hat sich ein Netzwerk gegründet, das sich gegen Lichtverschmutzung einsetzen will. Wesentliche Ziele seien der Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen vor negativen Folgen von Lichtverschmutzung im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes, Energieeinsparung und ein ästhetisches Landschafts- und Ortsbild, zu dem auch der Sternenhimmel gehört. Das teilt Netzwerkkoordinator Thomas Düring mit, der sich in der Sternwarte Burgsolms engagiert. Am „Hessischen Netzwerk gegen Lichtverschmutzung“ beteiligten sich mehr als 50 Leute, darunter Vertreter:innen von Naturschutzverbänden und Sternwarten, Wissenschaftler:innen und andere Freiwillige. Sie seien in den vergangenen Jahren bereits aktiv gewesen und hätten zu positiven Veränderungen beigetragen.

Lichtverschmutzung beschreibt die Initiative als „Aufhellung der Nacht durch Kunstlicht, wenn diese über ein ökologisch vertretbares Maß hinausgeht“. Oft geschehe dies durch nicht notwendige, falsch installierte oder schlecht konstruierte Leuchten. Besonders problematisch, auch aufgrund der Umstellung auf LED, seien Fassaden-, Industrie-, Sportplatz- und Gehwegbeleuchtungen. Zu den Folgen zählten Insektensterben, der Verlust von Artenvielfalt, aber auch ein viel zu hoher Energie- und Ressourcenverbrauch.

Die Mitglieder des Netzwerks beraten etwa Kommunen und Firmen, um unnötiges und zu starkes Licht zu vermeiden. Der Zusammenschluss fordert unter anderem den Einsatz geeigneter Leuchten und Leuchtmittel mit geringer Lichtmenge, insektenfreundliche Farbtemperaturen unter 2700 Kelvin und niedrige Lichtpunkthöhen, um Streuung zu vermeiden. gha

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