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Auf diesen Stempel im Impfpass warten viele.
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Auf diesen Stempel im Impfpass warten viele.

Gesundheit

Einladung zur Corona-Impfung kommt per Post

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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  • Pitt v. Bebenburg
    Pitt v. Bebenburg
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Über 80-Jährige erfahren schriftlich, wie sie sich für die Corona-Impfung anmelden können. Für diesen Monat erwartet Hessen noch drei Lieferungen an Impfstoff.

Wer 80 Jahre oder älter ist, bekommt in diesen Tagen Post vom Land Hessen. Inhalt: Eine Einladung zur Anmeldung für die persönliche Corona-Schutzimpfung. Dort steht auch, wie jene erfasst werden, die aufgrund ihrer körperliche Einschränkungen es nicht schaffen, in eines der sechs Impfzentren zu kommen. Diese Menschen werden zu Hause von mobilen Impfteams versorgt. Das kann aber noch einige Wochen dauern. Die Teams sind seit 27. Dezember in Alten- und Pflegeheimen unterwegs, wo sie noch einige Zeit Personal und Bewohner:innen impfen.

In der ersten Runde gibt es also eine schriftliche Einladung. „Ob die weiteren Priorisierungsgruppen schriftlich über die Anmeldungen für die persönliche Schutzimpfung informiert werden, befindet sich derzeit in der Befassung“, sagt der Sprecher des hessischen Innenministeriums, Benjamin Crisolli, auf Anfrage der Frankfurter Rundschau.

Vom 12. Januar können Senior:innen sich einen Termin sichern, die zu Hause wohnen und als 80 plus zur höchsten Priorisierungsgruppe gehören. In dem Schreiben des Landes erfahren sie, wie die Anmeldung per Hotline und online funktioniert und welches Impfzentrum für sie zuständig ist. Es gibt zwar in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt mindestens ein Impfzentrum. Doch angesichts der geringen Mengen an Serum lohnt es sich nicht, sie alle zu öffnen. Die Senior:innen müssen in eines der sechs Impfzentren fahren, dem sie zugewiesen sind. Die sind von der Distanz nicht immer die nächstliegenden. Wer etwa in Mörfelden-Walldorf wohnt, muss nach Darmstadt. Die Bad Vilbelerin darf auch nicht nach Frankfurt, sondern nur nach Gießen.

Sechs Impfzentren öffnen am 19. Januar

Die sechs Impfzentren öffnen am 19. Januar. Es ist unwahrscheinlich, dass es dann wie am Fließband geht: „Da noch nicht ausreichend Impfstoffe für alle Personen der höchsten Priorisierungsgruppe zur Verfügung stehen, richtet sich die Anzahl der verfügbaren Termine zunächst auch nach Menge des verfügbaren Impfstoffs“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Innenminister Peter Beuth (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) vom Dienstag. Aus dem selben Grund müssen sich Senioren in häuslicher Pflege noch mehr in Geduld üben: „Es wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen, bis Hausbesuche durch mobile Impfteams in Hessen landesweit erfolgen können.“

Der Flaschenhals ist bekanntlich der fehlende Nachschub. Den Angaben zufolge haben bis Dienstag rund 38 000 Hessinnen und Hessen die erste von insgesamt zwei Corona-Schutzimpfung erhalten. Für die Auffrischungsdosis wird in drei Wochen eingelagert. Neben den Heimen wurde jenes Klinikpersonal immunisiert, das bei der Behandlung von Sars-CoV-2 eingesetzt ist. In den kommenden Tagen sind sämtliche zur Verfügung stehenden Impfdosen aufgebraucht. Die nächste Lieferung sei für Freitag, 8. Januar, avisiert, so die Minister. Rund 49 000 Dosen erwartet Hessen, die alle an die Heime gehen sollen.

Dann kann es in den Zentren losgehen: Die darauffolgenden Lieferungen mit jeweils rund 49 000 Dosen hat der Bund für den 18. und den 25. Januar terminiert. Ab dann soll wöchentlich jeweils montags der Nachschub rollen. „Über den Umfang liegen noch keine abschließenden Informationen vor“, sagt Ministeriumssprecher Crisolli. Von daher könne er die Aussage von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht bestätigen, dass zum Monatsende sämtliche Heime versorgt sein würden.

28 Impfzentren seit 15. Dezember betriebsbereit

Der hessische Städtetag hat am Dienstag zu Geduld gemahnt. „Natürlich hätte man sich mehr Impfstoff gewünscht“, sagte Städtetagspräsident Christian Geselle (SPD), der Oberbürgermeister von Kassel. Es helfe aber „kein Wehklagen und kein Zeigen mit dem Zeigefinger“ auf Verantwortliche in Berlin oder Brüssel.

Der Sozialdemokrat lobte die schwarz-grüne Landesregierung dafür, wie sie die Kommunen bei der Vorbereitung der Impfungen eingebunden habe. Letztlich entschieden die Städte und Kreise, „in welcher Reihenfolge die mobilen Impfteams vorgehen“, berichtete Geselle. Beim Aufbau der Impfzentren sei Hessen schneller vorangekommen als andere Bundesländer, stellte der Städtetag fest. Es sei auch gelungen, genügend Personal zu rekrutieren.

Der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Edgar Pinkowski, bilanzierte am Dienstag eine „überwältigende Resonanz“ auf den Aufruf zum Mitwirken in den Impfzentren. Rund 3000 Ärztinnen und Ärzte, 600 medizinische Fachangestellte, 190 Studierende und 220 Helfer:innen aus anderen Berufsgruppen, etwa Pflege, hätten sich bis Montag gemeldet. Manche Einsatzwilligen hätten sich über ausbleibende Rückmeldungen oder im Einzelfall Absagen durch die Impfzentren beschwert. Kritik übte Pinkowski daran, dass manche Kreise und kreisfreien Städte Dienstleistungsunternehmen angeheuert hätten, die die vereinbarten Honorare unterschritten.

Die 28 Impfzentren sind seit dem 15. Dezember betriebsbereit. Der wochenlange Stillstand belastet die Kommunen nicht finanziell. Da das Land den Einsatzbefehl für den Katastrophenschutz gegeben habe, trage es die Kosten, berichtete Städtetagspräsident Geselle.

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