Schwangere

Hessen: Demo gegen Abtreibungsparagraf 219a

Rund 1000 Menschen demonstrieren in Gießen, Marburg und Frankfurt gegen den Abtreibungsparagraf 219a.

Rund 1000 Demonstranten sind am Samstag in Hessen für die Streichung des umstrittenen Strafgesetzbuchparagrafen 219a auf die Straße gegangen. Die Demonstrationen in Gießen, Marburg und Frankfurt waren Teil eines bundesweiten Aktionstages. Wie die Polizei mitteilte, zogen in Gießen etwa 450 Demonstranten und in Marburg 350 Menschen durch die Städte. Die Frankfurter Polizei berichtete von „200 Teilnehmern in der Spitze“.

Kritisiert wird von den Teilnehmern auch der im Dezember 2018 von der Bundesregierung vorgelegte Kompromissvorschlag. Danach soll das Werbeverbot bestehen bleiben, die Informationsmöglichkeiten für Frauen, die ungewollt schwanger werden, sollen aber verbessert werden. Ein Gesetzentwurf fehlt noch. Die Gießener Ärztin Kristina Hänel war zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt worden, weil sie auf ihrer Internetseite Schwangerschaftsabbrüche als Leistung angeboten hatte.

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung hatte am Samstag zu dem Aktionstag unter dem Motto „Jetzt erst recht! Sexuelle Selbstbestimmung ist nicht verhandelbar“ aufgerufen. Die Organisation ist ein Zusammenschluss aus Beratungsstellen, feministischen und allgemeinpolitischen Gruppen, Verbänden, Gewerkschaften, Parteien sowie Einzelpersonen. (dpa)

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