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Ausbildung bei Kegelmann Technik in Rodgau.
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Ausbildung bei Kegelmann Technik in Rodgau.

Arbeitsmarkt

Corona trifft Ausbildung in Hessen stark

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Weniger Lehrstellen, weniger Bewerber: Die Arbeitsagentur Hessen befürchtet, dass mehr junge Leute im Sommer ohne Ausbildungsplatz die Schule verlassen.

Die Regionaldirektion Hessen der Agentur für Arbeit befürchtet, dass wegen der Corona-Pandemie viele junge Leute die Schule in diesem Jahr ohne berufliche Perspektive beenden könnten. Schon jetzt zeigten sich negative Auswirkungen der Krise auf den Lehrstellenmarkt, sagt ihr Leiter, Frank Martin. „Wir haben einen deutlichen Rückgang sowohl bei den Bewerbern als auch bei den gemeldeten Lehrstellen“, berichtete er am Freitag bei der Vorstellung der Arbeitsmarktzahlen für Januar.

Bisher hätten sich nur knapp 20 000 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz bei den Arbeitsagenturen gemeldet, 17 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das führt Martin unter anderem darauf zurück, dass die Berufsberater:innen wegen der Schulschließungen mögliche Bewerber:innen nur schwer erreichten. Zugleich böten die Betriebe aber auch weniger Lehrstellen an. Bisher seien 23 400 Ausbildungsplätze gemeldet, zwölf Prozent weniger als vor einem Jahr.

Insolvenzen spielen keine große Rolle

Die Arbeitslosenquote in Hessen ist im Januar um 0,4 Punkte auf 5,8 Prozent gestiegen. Sie liegt 1,1 Punkte über dem Vorjahreswert. Dass im Januar mehr Menschen arbeitslos waren als im Dezember, hat für Martin in erster Linie saisonbedingte Gründe. „Von einem nennenswerten Anstieg der Arbeitslosigkeit aufgrund des neuerlichen Lockdowns blieben wir bisher verschont.“ Zwar sei die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin rückläufig. Die allermeisten Arbeitgeber hielten aber an ihrer Belegschaft fest. Auch Insolvenzen spielten weiterhin keine große Rolle.

In zehn Kreisen liegt die Arbeitslosenquote weiterhin unter fünf Prozent. Die höchste Quote weist mit 10,7 Prozent die Stadt Offenbach auf. In Frankfurt stieg sie im Vergleich zu Dezember um 0,3 Punkte auf nun 7,3 Prozent. Damit liegt sie 1,9 Punkte über dem Vorjahresmonat.

Der DGB Hessen-Thüringen fordert die Politik auf, soziale Verwerfungen zu verhindern. Er wirbt etwa für eine Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengelds I. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände dringt auf eine Digitalisierungsoffensive und einen Masterplan Digitale Bildung.

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