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Frisch modernisiert als Passivhaus: ABG-Häuser aus den 60ern.
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Frisch modernisiert als Passivhaus: ABG-Häuser aus den 60ern.

Hessen

Hessen: BUND will Energieeinsparpotenziale heben

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Der BUND regt eine Klimaschutz-Offensive an. Sie würde viele neue und nachhaltige Arbeitsplätze schaffen.

Es gibt Kommunen, die ragen beim Klimaschutz positiv heraus, etwa Frankfurt oder Marburg, sagt Werner Neumann vom Bund Umwelt und Naturschutz (BUND) Hessen. Für andere ist das Energiesparen noch kaum ein Thema, sagt die stellvertretende Landesvorsitzende Gabriela Terhorst. „Im Hochtaunus oder Main-Taunus hinken viele noch hinterher.“

Ändern könnten dies „Klimaschutzmanager:innen“, die das Land aussendet, um die Verantwortlichen in den Rathäusern zu beraten. Die auch von Tür zu Tür gehen, um Betriebe und Immobilienbesitzer auf mögliches Einsparpotenzial hinzuweisen. Das schaffe nachhaltige Arbeitsplätze und könne Hessen helfen, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Denn: „Die jährliche CO2-Minderung in Hessen muss verfünffacht werden“, fordern die Umweltschützer nach einer Analyse der aktuellen Treibhausgasbilanz des Landes.

Analyse

Wege zum Klimaschutz zeigt der „BUND Klimaschutzplan 2040“ auf, den der Landesverband schon 2017 vorgelegt hat.

Ein aktuelles Hintergrundpapier analysiert die Klimaschutzbilanz in Hessen und gibt konkrete Vorschläge zur Intensivierung der Klimaschutzaktivitäten für Haushalte, Gewerbe, Kraftwerke und Verkehr. jur

www.bund-hessen.de

„Alarmierend ist, dass die Treibhausgasemissionen, vor allem CO2, in den sechs Jahren vor 2019 nicht gesunken sind“, sagt Neumann. Statt der angepeilten Senkung der Emissionen um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 sei bis zum Jahr 2019 nur eine Minderung um 25 Prozent erreicht worden. Beziehe man die Stromlieferungen aus anderen Bundesländern ein, seien es sogar lediglich 15 Prozent. „Die Ziele der Landesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2025 um 40 Prozent und bis 2030 um 55 Prozent zu vermindern, sind mit der bisherigen Politik nicht mehr erreichbar.“ Nach Auffassung des BUND sollten Personal und Fördermittel um den Faktor fünf aufgestockt werden. „Konkret müssen insgesamt 1500 neue Stellen für Klimaschutzmanager:innen in der Landesenergieagentur, in den Kommunen und in neuen Beratungsstellen in allen Landkreisen geschaffen werden“, sagt die stellvertretende Landesvorsitzende.

Dadurch entstünden neue Arbeitsplätze. „Klimaschutz ist nachhaltige Wirtschaftsförderung.“ Die Landesregierung müsse die Anreize für private Investitionen in Wärmedämmung, moderne Heizungen, Wind- und Solaranlagen verstärken. Nach Berechnung des BUND wäre eine Steigerung von jährlich 300 Millionen auf 3 Milliarden Euro erforderlich, um die Klimaschutzziele in Hessen zu erreichen.

„Die Wege aus der Corona-Krise sollten genutzt werden, Beiträge gegen die zweite große weltweite Krise, die Klimakatastrophe, zu leisten“, fordert Terhorst abschließend. Sämtliche Fördermittel aus dem Hessischen Corona-Sicherungsfonds und dem kommunalen Finanzausgleich müssten auch dem Klimaschutz dienen.

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