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Wahlstatistik

Vor allem Männer in Hessen wählen AfD

Die Statistik zur Landtagswahl zeigt, welche Partei bei welcher Bevölkerungsgruppe am stärksten punkten konnte.  

Bei der Landtagswahl im Herbst 2018 haben sowohl Männer und Frauen als auch ältere und jüngere Hessen sehr unterschiedlich abgestimmt. Das geht aus der repräsentativen Wahlstatistik hervor, die das Statistische Landesamt in Wiesbaden am Donnerstag veröffentlichte.

Demnach dominierten beispielsweise die Grünen mit einer Quote von 29,0 Prozent die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen. CDU und SPD verbuchten über alle Altersgruppen hinweg schmerzliche Verluste, allerdings hielten ihnen die Wähler der Altersgruppe 70plus noch am ehesten die Treue.

Überdurchschnittlich viele Menschen im Alter zwischen 45 und 59 Jahren (15,6 Prozent) wählten die AfD. Die Rechtspopulisten wurden nach Angaben des Statistischen Landesamts über alle Altersstufen hinweg vorwiegend von Männern gewählt. Dagegen punkteten vor allem die Grünen, aber auch Christ- und Sozialdemokraten mit Blick auf die Stimmabgabe nach Geschlecht etwas häufiger bei den weiblichen Wählern.

Die CDU blieb nach der Wahl am 28. Oktober trotz starker Verluste mit 27,0 Prozent stärkste Kraft im Land. Die Grünen legten deutlich zu und erreichten 19,8 Prozent. Die SPD kam nach empfindlichen Einbußen (minus 10,9) ebenfalls auf 19,8 Prozent und landete mit 66 Stimmen Rückstand auf dem dritten Platz. Die AfD holte 13,1 Prozent (plus 9,0), die FDP 7,5 Prozent (plus 2,5) und die Linke 6,3 Prozent (plus 1,1).

Die Christdemokraten erzielten die höchste Resonanz mit 43,1 Prozent traditionell bei den Wählern im Alter von 70 Jahren und darüber. In dieser Altersgruppe waren auch die Sozialdemokraten mit 27 Prozent am erfolgreichsten.

Die FDP wurde vor allem für jüngere Wähler wieder attraktiver. Der Stimmenanteil der Liberalen stieg beispielsweise bei den 18- bis 24-Jährigen um 7,7 Prozentpunkte auf 12,0 Prozent, wie das Landesamt mitteilte. Auch die Linke war bei den jüngeren Wählern etwas erfolgreicher als bei den älteren. (dpa)

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