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Volker Bouffier.

Streit

Hessen: AfD wirft Bouffier Hetze vor

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Die Partei reagiert empört auf Vorwürfe des Regierungschefs. Der hatte der rechten Partei vorgehalten, sie bereite den Boden für Gewalt.

Die AfD wehrt sich gegen den Vorwurf von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), sie bereite den Boden für Gewalt. „Die AfD ist für rechtsextreme Gewalt nicht verantwortlich“, sagte der hessische AfD-Sprecher Robert Lambrou. Bouffier hatte der AfD in einem FAZ-Interview „die permanente Grenzüberschreitung von rechts zu rechtsextrem“ vorgeworfen. Dabei bezog er sich auf Reaktionen nach dem Mord an einem Achtjährigen im Frankfurter Hauptbahnhof, bei dem ein Mann aus Eritrea dringend tatverdächtig ist. „Wenn Vertreter der Partei kurz nach dem Mord in Frankfurt die Kanzlerin dafür verantwortlich machen – obwohl der mutmaßliche Täter seit 2006 in der Schweiz lebt -, dann reißt das Mauern ein, auch in der Sprache“, sagte Bouffier. „Da wird Enthemmung einkalkuliert.“ Die AfD habe „ein Klima geschaffen, in dem Gewalt als Lösung denkbar“ werde. Lambrou entgegnete, damit vergifte Bouffier das politische Klima und trage „selbst massiv zu Hass und Hetze bei“.

AfD-Landessprecher Lambrou, der auch der Landtagsfraktion vorsteht, kündigte an, den Mord im Hauptbahnhof in der nächsten Sitzung des Landtags zum Thema zu machen. Es werde darüber zu reden sein, „dass die Bundeskanzlerin bis heute kein einziges öffentliches Word der Trauer fand“, sagte Lambrou. Dieses Schweigen von Angela Merkel habe „viele Menschen zutiefst enttäuscht und auch empört“.  

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