Hessen

Mit Abfangnetzen gegen Drohnen

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Hessens Sicherheitsbehörden suchen Mittel, um Störungen der Flugsicherheit zu stoppen.

Die hessische Landesregierung macht sich Gedanken darüber, wie sie Störungen des Flugverkehrs durch Drohnen verhindern kann. „Welche technischen Abwehrsysteme geeignet sind, der wachsenden Gefahr durch Drohnen für den Luftverkehr zu begegnen, wird derzeit durch sämtliche beteiligten Gefahrenabwehrbehörden geprüft“, schreibt Innenminister Peter Beuth (CDU) in seiner Antwort auf Fragen des FDP-Abgeordneten Stefan Naas. „Denkbar“ wären nach Darstellung des Ministers „Abfangnetze oder Wasserstrahl“.

Den unbemannten Flugobjekten könne man mit Funkpeilung, Radar oder „Luftraumbeobachtern“ auf die Schliche kommen. In Hessen sondiere man den Markt, um möglicherweise gemeinsam mit anderen Bundesländern „technisch-automatisierte Lösungen zur Detektion und Abwehr“ der unbemannten Fluggeräte anzuschaffen.

Betrieb am Londoner Flughafen wurde zeitweise lahmgelegt

Immer wieder wird der Flugverkehr durch Drohnen behindert. Im Dezember und Januar wurde der Betrieb an zwei Londoner Airports zeitweise lahmgelegt. Am Frankfurter Flughafen haben die Vorfälle drastisch zugenommen. Von 2017 auf 2018 stieg deren Zahl laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) von 15 auf 31 – also mehr als das Doppelte. Am Flughafen Kassel-Calden wurde 2017 ein Drohnen-Vorfall registriert, 2018 keiner. Es ist verboten, Drohnen über dem Flughafengelände aufsteigen zu lassen oder in einem Abstand von mehr als 1,5 Kilometern jenseits der Flughafenbegrenzung.

Wenn Drohnen mit einem Flugzeug zusammenstoßen, können sie schweren Schaden anrichten, etwa die Triebwerke der Maschine beschädigen. „Drohnen in der Nähe von Flughäfen sind ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko, weshalb es dringend effektiver Abwehrmaßnahmen bedarf“, stellt denn auch FDP-Verkehrspolitiker Naas fest.

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