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Bei Mühltal stürzte ein Baum auf ein Auto, der Fahrer wurde schwer verletzt.
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Bei Mühltal stürzte ein Baum auf ein Auto, der Fahrer wurde schwer verletzt.

Wetter

Herbststurm fegt über Hessen

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Tief „Hendrik“ legt Bahnverkehr teilweise lahm, ein Schwerverletzter in Südhessen. Besonderer Schwerpunkt des Sturms in Frankfurt. Böe mit 105 km/h am Flughafen.

Das Sturmtief „Hendrik“ hat zahlreichen Einsatzkräften am Donnerstag viel Arbeit beschert. Vor allem umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste machten dem Verkehr zu schaffen. Auf einer Landstraße im südhessischen Mühltal (Kreis Darmstadt-Dieburg) ist ein Baum auf ein Auto gestürzt und hat dabei den 58 Jahre alten Fahrer schwer verletzt. Ein Ast hatte sich durch die Frontscheibe gebohrt und den Mann am Bein verletzt. Er musste ins Krankenhaus. In Frankfurt wurde ein Bauarbeiter leicht verletzt, als eine Sturmböe am Güterplatz ein Baugerüst zum Einsturz brachte.

Bahn besonders betroffen

Ohnehin war Frankfurt ein Schwerpunkt des Sturmtiefs. Die Frankfurter Feuerwehr verzeichnete allein bis Donnerstagmittag 100 Einsätze im gesamten Stadtgebiet. Überwiegend beseitigten die Einsatzkräfte abgebrochene Äste oder umgestürzte Bäume. Aber auch abgedeckte Dächer, lose Dachziegel und umgestürzte Bauzäune waren zu sichern. Oftmals bestand keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung und die Grundstücksbesitzer mussten sich laut Feuerwehr selbst um die Beseitigung der Sturmschäden bemühen. In einigen Fällen waren durch Windbruch Oberleitungen der Bahn sowie der Verkehrsgesellschaft Frankfurt betroffen.

Die Feuerwehr Mörfelden bei Arbeiten an der Oberleitung.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn berichtete hessenweit von „immensen Auswirkungen“. So hatte ein Baum in den Morgenstunden die Oberleitung der S-Bahn zwischen Frankfurt-Rödelheim und Eschborn-Niederhöchstadt beschädigt. Die Linie S4 fiel daraufhin den ganzen Tag über aus, als Ersatz für die Linien S3 wurde ab 11 Uhr ein Busverkehr eingerichtet. Zudem war der Betrieb der Linie S7 beeinträchtigt, weil ein Baum ins Gleis gestürzt war.

Auch im Stadtgebiet von Frankfurt kam es zu Auswirkungen. Laut Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) beschädigte gegen 4 Uhr ein umfallender Baum die Oberleitung zwischen den Haltestellen „Neu-Isenburg Stadtgrenze“ und „Oberschweinstiege“. Die Linie 17 musste vorübergehend an der Haltestelle Louisa enden, auf dem unterbrochenen Abschnitt setzte die VGF einen Ersatzverkehr mit Bussen und Taxen ein. Um 11.45 Uhr war die Störung nach Angaben der VGF behoben.

Schwere Böe am Flughafen

Ein umgestürzter Baum in der Mainzer Landstraße bremste am Vormittag nicht nur die Straßenbahn aus, sondern auch den Autoverkehr. Es habe daher kein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden können, berichtete die VGF. Die Linie 11 pendelte nur zwischen Höchst und Rebstöcker Straße, die wegen Bauarbeiten umgeleiteten Linien 16 und 17 fuhren nur zwischen Ginnheim und Westbahnhof beziehungsweise zwischen Nied Kirche und Rebstöcker Straße. Das Sturmtief Hendrik hatte sich in der Nacht zum Donnerstag über dem Ärmelkanal gebildet und war laut Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag „kurz und heftig“ über Hessen gezogen bevor es weiter Richtung Ostsee zog. Die stärkste Sturmböe in den hessischen Niederungen registrierte der Deutsche Wetterdienst gegen neun Uhr am Frankfurter Flughafen mit einer Geschwindigkeit von 105 Stundenkilometer. Die stärkste Böe im Bergland wurde wie fast immer auf der Wasserkuppe mit 130 Kilometer pro Stunde verzeichnet. „Das ist volle Orkanstärke“, sagte Meteorologe Friedrich. In Hessen war es der erste Herbststurm des Jahres. Stürme dieser Heftigkeit gebe es im Herbst alle Jahre mal, so Friedrich. Am Nachmittag war der Sturm abgeflaut, die Frankfurter Feuerwehr berichtete nur noch von vereinzelten Einsätzen. Die Deutsche Bahn hoffte, die Auswirkungen bis Freitag behoben zu haben.

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