Kasseler Pegida-Funktionär

Bordell zu Mietwohnungen erklärt

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  • Carsten Meyer
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Quasi über Nacht wird aus dem Bordell des Kasseler Pegida-Funktionärs Michael Viehmann normaler Wohnraum. Seine Geschäftspartner reagieren auf die FR-Berichterstattung.

Das Bordell des Kasseler Pegida-Funktionärs Michael Viehmann hat sich über Nacht in scheinbar normalen Wohnraum verwandelt. Wie die FR berichtete, waren im „Haus 30“, das der 48-Jährige in Kassel eröffnet hatte, noch vor wenigen Tagen Prostituierte ihrer Arbeit nachgegangen. Jetzt werden die Räume plötzlich als Mietwohnungen angeboten – in unveränderter Möblierung.

Die Fotos, mit denen die Annoncen auf der Internetplattform wg-gesucht.de illustriert sind, zeigen vor allem Betten und finden sich nach wie vor genauso auch auf der Webseite des Bordells.
Mit dem vorgeblichen Kurswechsel reagiert Viehmanns Geschäftspartner – ein 58-jähriger Rotlichtunternehmer, dem die Immobilie im Kasseler Stadtteil Fasanenhof gehört – auf die Ankündigung der Stadt, den Bordellbetrieb zu untersagen. In einem Punkt aber bleibt er sich treu: Die Wohnungen, so heißt es in den Anzeigen, seien „bevorzugt an Frauen zu vermieten“. 

Und noch ein weiterer Geschäftspartner Viehmanns verfiel nach der Berichterstattung der Frankfurter Rundschau in hektische Betriebsamkeit. Michel F., langjähriger Neonazi-Aktivist aus Kassel und mittlerweile beim berüchtigten Rockerclub Hells Angels aktiv, betreibt seit wenigen Monaten einen vom „Haus 30“ empfohlenen „Escort-Service“. Mindestens drei von ihm vermittelte Prostituierte waren dabei auch in Viehmanns Bordell tätig.

Doch jetzt ist der 31-Jährige erst einmal in Deckung gegangen: Am Montag hatte er sämtliche Profile der von ihm angebotenen Callgirls und Escort-Frauen von der Homepage seines Etablissements gelöscht.

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