Bischofsstadt

Heiliger Bonifatius als Ampelmännchen in Fulda

Die Idee stammt von einer Arbeitsgemeinschaft aus diversen Ämtern der Stadtverwaltung anlässlich des laufenden Stadtjubiläums.

Ein Heiliger weist Passanten in Fulda den Weg über die Straße: Die osthessische Bischofsstadt hat an einer ersten Kreuzung Ampelmännchen in Gestalt des heiligen Bonifatius montiert. An dem Verkehrszeichen nahe dem Dom streckt der rote Bonifatius warnend sein Kreuz empor - ähnlich wie am Denkmal in der Stadt am Bonifatiusplatz. Bei Grün marschiert der „Apostel der Deutschen“ mit seinem Hirtenstab los. Nachdem kürzlich die ersten vier Ampeln an einer Kreuzung im Dom-Viertel ausgestattet wurden, sollen vier weitere Standorte folgen, wie eine Sprecherin der Stadt Fulda am Dienstag sagte. Zuvor hatte unter anderem die „Fuldaer Zeitung“ darüber berichtet.

Die Idee stammt von einer Arbeitsgemeinschaft aus diversen Ämtern der Stadtverwaltung anlässlich des laufenden Stadtjubiläums. Bonifatius, der von 673 bis 744 lebte, hat große Bedeutung in der Domstadt und am Sitz des Bistums Fulda. Er beauftragte die Gründung des Klosters Fulda, das als Keimzelle gilt für die spätere Entstehung der Stadt. Seine Gebeine liegen im Dom begraben.

„Ohne Bonifatius würden wir in diesem Jahr nicht 1275 Jahre Fulda feiern“, erklärte die Stadt-Sprecherin. „Die originelle Idee mit den Ampelmännchen genießt große Symbolik. Wir haben dazu schon viel positive Resonanz bekommen.“ Eine Genehmigung für die Ampelmännchen bestehe bis Ende des Jahres 2023. Bis dahin werden auch noch Besucher des Hessentags (2021) und der Landesgartenschau (2023) den heiligen Bonifatius als Ampelmännchen sehen. Auch Besucher des Freiluft-Musicals „Bonifatius“ (22. bis 28. August) kommen an den Ampeln vorbei. (dpa)

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