Frankfurt/Main

Hauptstadtbeauftragter Wimmer verlässt umstrittenen Posten

An der Einrichtung des Postens hatte es viel Kritik gegeben - nun hat Frankfurts Hauptstadtbeauftragter Martin Wimmer seine Kündigung eingereicht. Er werde zum 31. März 2019 aus dem Dienst ausscheiden, teilte die Stadt mit.

An der Einrichtung des Postens hatte es viel Kritik gegeben - nun hat Frankfurts Hauptstadtbeauftragter Martin Wimmer seine Kündigung eingereicht. Er werde zum 31. März 2019 aus dem Dienst ausscheiden, teilte die Stadt mit. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sprach von einem bedauerlichen Schritt. Er könne aber verstehen, dass sich Wimmer „nach den andauernden Diskussionen über das Hauptstadtbüro nun neu orientiere“. Der Posten werde nicht mehr besetzt, bestätigte Feldmanns Büro am Samstag.

Feldmann hatte nach seiner Wiederwahl im März eigenmächtig die Einrichtung einer Frankfurter Vertretung in Berlin beschlossen - und als Leiter seinen langjährigen Bürochef Wimmer auserkoren. Dafür hatte es Kritik gehagelt, der Steuerzahlerbund Hessen hatte den Fall in sein Schwarzbuch aufgenommen und sprach von einer bundesweit einmaligen Stelle für 100 000 Euro pro Jahr.

Feldmann erklärte, die Grundlagen für eine bessere Anbindung Frankfurts an die Bundeshauptstadt seien gelegt. „Darauf können wir weiter aufbauen“, wird der Oberbürgermeister in einer Mitteilung vom Freitagnachmittag zitiert. „Viele Probleme in den großen Kommunen und Ballungsräumen wie Wohnungsbau, Digitalisierung der Schulen oder öffentlicher Nahverkehr sind nur lösbar mit Hilfe des Bundes und natürlich des Landes Hessen“, erklärte Feldmann. Er werde diese Aufgaben nun in seinem Dezernat neu aufteilen, kündigte Feldmann an.

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