Hauptstadt der Planer

17 Studierende aus Mexiko besuchen eine Sommerschule der FH

Von SVENJA SCHÖNBECK

Diego Zamora ist überrascht. "Alles ist so grün in Deutschland", sagt der Student, der normalerweise an einer Universität in Mexiko lernt. Die vielen Parks, die Ufer an Nidda und Main, der Stadtwald. Nein, so habe er sich eine Großstadt in Deutschland nicht vorgestellt. Frankfurt ist nicht Mexiko-City, und Diego Zamora findet das gut so.

17 Studierende aus Mittelamerika besuchen dieser Tage die Fachhochschule, um an einer dreiwöchigen Sommerschule teilzunehmen. Es geht um Landschaftsplanung, Stadtplanung und neue Bauplanung - um genau die Themen, die die Mexikaner auch in ihrer Heimat an der Universidad Regiomontana in Monterrey studieren. In Frankfurt erhalten sie einen neuen, einen europäischen Blickwinkel auf ihr Studienfach. In Sachen Planung habe Frankfurt "viel zu bieten", sagt Michael Peterek, der Leiter der Sommerschule.

Exkursionen ins Ruhrgebiet

Diego Zamora, Alfonso Treviño und die übrigen angehenden Stadtplaner und Architekten kommen viel rum in den drei Wochen, die sie in Deutschland verbringen. Damit sie nicht nur erfahren, wie eine Hochhaus-Stadt wie Frankfurt sich entwickelt, machen sie viele Exkursionen. Etwa nach Freiburg oder ins Ruhrgebiet. Dazu gibt es täglich theoretischen Unterricht von neun Professoren der Fachhochschule.

Am Wochenende unternehmen die Mexikaner häufig Ausflüge. Einige von ihnen waren schon in Berlin oder Paris. "Wir müssen unseren Besuch nutzen, bis auf einen war noch keiner von uns in Europa", sagt Treviño . Am Freitag betätigten sich die Mexikaner als Baumeister. Im Ginnheimer Wäldchen suchten sie Holzstücke und schufen daraus Kunstwerke.

Dieser Tage werden die meisten Studierenden zurück nach Mexiko fliegen. Mitnehmen werden sie viele Erfahrungen. Unter anderem diese: In Frankfurt treffen sich Menschen zweckfrei und setzen sich an den Main. Auch das hat Diego Zamora überrascht.

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