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Die Handwerkskammer Frankfurt und Rhein-Main hofft auf Ausnahmeregelungen für das Handwerk.

Handwerk

Das Handwerk will umrüsten

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Ein breiter Diskurs soll zur Luftreinhaltung in Frankfurt beitragen. Manche Betriebe fühlen sich in ihrer Existenz bedroht.

Das Handwerk steht in den Startlöchern und möchte umrüsten. Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, erklärt, dass die Umrüstvorgaben für die Dieselfahrzeuge nun vorliegen. Die Dieselnachrüstung sei der favorisierte Plan.

„Wir sind bereit, die Hersteller müssen nun nur in die Puschen kommen“, sagte Karpinski auf Nachfrage der FR. Die Kfz-Betriebe hätten bereits massenhaft Anfragen sowohl vom Handwerk als auch von Privatleuten – nur die Ware sei noch nicht da. „Es liegt nicht an uns.“

Karpinski habe dafür gekämpft, dass die Umrüstvorgaben möglichst schnell kommen. Dadurch könnten hohe Wertverluste bei den Dieselfahrzeugen der Bürger verhindert werden.

Die Handwerkskammer Frankfurt und Rhein-Main ist dabei strikt gegen Fahrverbote und hat dies bereits mehrfach betont. Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger sagte in einer Pressemitteilung, dass das Handwerk es entschieden ablehne, dass „Unternehmen und ihre Beschäftigten, die im Vertrauen auf die Gültigkeit der Euro-5-Norm Fahrzeuge erworben haben, nun für Fehler anderer haftbar gemacht werden“. Fahrverbote schadeten der Region, der Bevölkerung und der Wirtschaft.

Der Wirtschaftsverkehr benötige weitreichende Ausnahmen – Logistikunternehmen, Dienstleistungsunternehmen und insbesondere das Handwerk. „Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sind für viele kleine und mittlere Betriebe im Handwerk existenzbedrohend, gefährden die Versorgung der Städte und sind unter anderem für viele Mitarbeiter der Handwerksbetriebe, die pendeln, katastrophal“, sagte Ehinger.

Die Handwerkskammer spricht sich klar für die weitere Verbesserung der Luftqualität aus. Das Handwerk fordert einen breiten gemeinsamen Diskurs in der Gesellschaft, um die Luftreinheit beispielsweise durch Baustellenmanagement, digital optimierte Ampeleinstellungen, Tempolimits, verbesserte Wirtschafts- und Lieferverkehre sowie den Ausbau des Radverkehrs und des ÖPNV zu realisieren.

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