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Handball-Stars engagieren sich im Kampf gegen Krebs

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Werben für die Früherkennung von Prostatakrebs: die Zwillinge und früheren Handball-Profis Michael (rechts) und Uli Roth.
Werben für die Früherkennung von Prostatakrebs: die Zwillinge und früheren Handball-Profis Michael (rechts) und Uli Roth. © dpa

Die ehemaligen Handball-Profis Michael und Uli Roth aus Hessen engagieren sich für die Früherkennung von Prostatakrebs. Die Zwillingsbrüder haben diese Krankheit überwunden.

Für Michael Roth steht der Handball diesmal nicht im Mittelpunkt. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Uli folgt der Trainer des Bundesligisten MT Melsungen in Dresden seiner zweiten Lebensaufgabe - der frühzeitigen Aufklärung von Prostatakrebs. Die beiden früheren Profis,  olympische Silbermedaillengewinner von 1984, sind ein wichtiger Teil der Kampagne „Urologie für alle“, die an diesem Donnerstag beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie vorgestellt wird.

„Es geht uns um die Botschaft, dass Früherkennung sehr wichtig ist. Wir sind ein positives Beispiel, dass man nach der Behandlung gut weiterleben kann. Aber es muss halt früh erkannt werden“, sagt Uli Roth.

Den Zwillingen hat die frühe Diagnose im Jahr 2009 wahrscheinlich das Leben gerettet. Ihnen ist klar geworden, wie viel Glück sie hatten und wie wichtig die Früherkennung bei Prostatakrebs ist. Deshalb haben sie den Weg in die Öffentlichkeit gesucht.

„Es ist unser Wunsch, dass wir etwas bewegen können und es die Männer auch annehmen. Deshalb machen wir das. Und wenn man den Statistiken glauben kann, hat sich durch unsere Aktivitäten schon viel bewegt. Das gibt uns ein gutes Gefühl“, sagt Michael. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Urologie ist der Prostatakrebs mit rund 65 000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland.

Die eigene Diagnose traf die Brüder vor acht Jahren wie ein Keulenschlag. Mit 47 Jahren standen die stattlichen Männer mitten im Leben, waren erfolgreich - Michael als Bundesligatrainer, Uli als Manager der Musikgruppe Pur. „Das war ein Riesenschock. Man denkt sofort über Tod, Chemotherapie und Lebenseinschränkungen nach. Für mich war klar, dass ich den Tumor sofort aus meinem Körper haben wollte“, sagt Michael Roth im Rückblick. Zwei Tage habe er sich damals mit Bruder Uli - seinem engsten Vertrauten - zurückgezogen und alles besprochen. (dpa)

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