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„Das tapfere Schneiderlein“ wird als Musical aufgeführt. Hendrik Nix
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„Das tapfere Schneiderlein“ wird als Musical aufgeführt. Hendrik Nix

Hanau

Hanau plant Hunderte kulturelle und kommerzielle Veranstaltungen

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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„Sommer in Hanau“ geht bis Ende September und soll etwa 500 Veranstaltungen sowie Aktionen umfassen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz nicht wieder deutlich steigt.

Der Dornröschenschlaf sei bald vorüber; Hanau werde wachgeküsst. Und wo wüsste man besser als in der Geburtsstadt der Brüder Grimm, dass es darauf ankomme, Schwierigkeiten zu meistern und auf ein gutes Ende zu hoffen, das auch komme.

OB Claus Kaminsky (SPD) und weitere Kulturverantwortliche, wie Frank-Lorenz-Engel als Intendant der Grimm-Festspiele, bemühten immer wieder Analogien aus der Märchenwelt, als sie am Dienstag im Amphitheater am Main ein umfangreiches kulturelles und kommerzielles Programm vorstellten. Es heißt „Sommer in Hanau“, geht bis Ende September und soll etwa 500 Veranstaltungen sowie Aktionen umfassen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz nicht wieder deutlich steigt.

Die Menschen sehnten sich nach besseren Zeiten, so Kaminsky, in Hanau aufgrund des rassistischen Anschlags am 19. Februar 2020 ganz besonders.

Während Großveranstaltungen wie Bürgerfest und Lamboyfest pandemiebedingt abgesagt wurden, seien „dezentrale Aktionen“ im Freien geplant. Noch vor den Festspielen startet „Hanau macht Musik“: Regionale Künstler:innen treten an verschiedenen Orten auf, um die Leute „zu animieren, wieder in die Stadt zu kommen“ und einzukaufen, sagt Daniel Freimuth von der städtischen Marketing GmbH.

Besonders während der ebenfalls geplanten Märkte, „Gastro-Nächte“ und anderen Aktionen in der Hanauer Innenstadt könnte es dort eng, schwer kontrollierbar und somit riskant werden.

Das Programm

Neben den am 1. Juli beginnenden Brüder-Grimm-Festspielen (Zugang haben Geimpfte und Genesene sowie Besucher mit negativem Corona-Test) umfasst das jetzt gestartete Programm „Sommer in Hanau“ mehrere Hundert Veranstaltungen und Aktionen in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen.

Dazu gehören der „Kultoursommer“, die Konzertreihe „Back to Life“, Open-Air-Kino, ein Weinfest, Rabattaktionen, Auftritte von Musiker:innen in Lokalen und eine Schlittschuhbahn aus Kunststoff, die Ende August auf dem Freiheitsplatz aufgebaut werden soll.

Infos : www.sommer-in-hanau.de. Festspielkarten, derzeit reduziert, gibt es auf www.frankfurttickket.de. gha

Die Stadt hält dem entgegen, dass viele Programmpunkte geplant seien, damit sich das Publikum verteile. Es werde genau auf die Schutzvorschriften geachtet. Tests und weitere Maßnahmen wie der Einsatz eines Hygieneteams, eines „Hanau-Tickets“ für negativ Getestete sowie der App „DAICY“ des Gesundheitsamts würden das Risiko minimieren.

Die 37. Spielzeit der Brüder-Grimm-Festspiele – der Schwerpunkt des Sommerprogramms – beginnt am 1. Juli mit der Premiere des Musicals „Das tapfere Schneiderlein“, in dem ein magisches Einhorn Unruhe stiftet und die Prinzessin gar nicht an Aufschneidern interessiert ist. Intendant Engel sagt, er und sein Ensemble seien glücklich und würden darauf brennen, wieder vor Publikum zu spielen.

Derzeit sind 200 Zuschauer:innen erlaubt. Doch nach Angaben des OB tauscht Hanau sich gerade mit dem zuständigen Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises über eine Sondergenehmigung für 320 Plätze aus. Die Abstände und alle anderen Vorschriften würden eingehalten.

Außerdem gibt es „Schneeweißchen und Rosenrot“ zu sehen, das als abenteuerreiches Familienstück über Zusammenhalt und Erwachsenwerden gedacht ist. „Der zerbrochene Krug“ des Grimm-Zeitgenossen Kleist wird als Krimikomödie inszeniert. „Ich, Hölderlin“ zeichnet mit einer szenischen Lesung das Leben des Dichters nach. Und mit dem laut Engel poetischen und mystischen „Rattenfänger von Hameln“ kommt bei den Spielen erstmals eine Sage auf die Bühne. Ursprünglich sollten sieben Kinder mitwirken, was wegen der Hygienevorschriften nicht geht. Eine Kinderrolle blieb erhalten.

Aufgrund der Pandemie wurden die 2020 abgesagten Festspiele diesmal verkürzt. Das Rahmenprogramm fällt fast komplett aus. Die Stücke waren bereits für das vergangenen Jahr geschrieben und komponiert worden.

Während die „Wilhelmsbader Sommernacht“ entfällt, soll der „Kultoursommer“ wieder stattfinden, hinter dem Comoedienhaus im Kurpark. 250 Gäste finden dort Platz. Angekündigt werden Henni Nachtsheim, Hannes Ringlstetter und andere. Danach bleibt die Bühne für die Reihe „Back to Life“ der Konzertagentur Shooter Promotions stehen, mit Auftritten etwa von Stefan Gwildis, Katharine Mehrling und einem Open-Air-Kino-Programm.

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