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Bio-Lebensmittel möglichst aus der Region kaufen, so lautet einer der Tipps.

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Umwelt und Geldbeutel in Hanau schonen

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Die Stadt bringt ein Klima-Sparbuch mit Tipps und Gutscheinen heraus. 10.000 Stück sind gratis erhältlich.

Reduzieren Sie tierische Nahrungsmittel, kaufen Sie Bio-Produkte – möglichst aus der Region“, lautet ein Tipp. Ein anderer: Dinge zu tauschen oder zu reparieren, statt sie wegzuwerfen, „kann nicht nur Spaß machen, sondern erweitert auch Ihren Horizont“. Dazu gibt es Informationen über das Repaircafé, E-Ladestationen oder das städtische Umweltzentrum mit seinen Bildungsangeboten für Kinder. Und 30 Gutscheine von Anbietern nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen.

Das enthält das sogenannte Klima-Sparbuch für Hanau, das die städtische Stabsstelle Nachhaltige Strategien am Mittwoch vorgestellt hat. Knapp 100 Seiten enthält das Buch im Taschenformat mit einer Startauflage von 10 000 Stück. Sie sind gratis erhältlich und liegen unter anderem im Stadtladen am Marktplatz, in den Stadtteilläden, im Kulturforum sowie in den Geschäften aus, die Coupons beigesteuert haben. Außerdem soll das Sparbuch, dessen Rabatte an den Schlemmerblock erinnern, bei Veranstaltungen wie dem Neubürgerempfang verteilt werden.

Es soll „beim Geld- und Energiesparen helfen“, sagt die Leiterin der Stabsstelle, Anja Zeller. Wege, weniger Müll zu produzieren und Kohlendioxid zu verbrauchen, ließen sich immer finden, im Großen wie im Kleinen, egal ob beim Einkaufen, Fortbewegen oder Sanieren. „Wir möchten helfen, Konsum nachhaltig zu gestalten, und möglichst viele Hanauer über die Möglichkeiten informieren“, fügt Klimaschutzmanager Sebastian Nellies hinzu. Letzteres verlangt das Klimaschutzkonzept der Stadt Hanau. Das Buch ist somit „ein kleiner, aber wichtiger Schritt“ bei der Umsetzung, die von Nellies koordiniert wird.

Das Konzept für das Klima-Sparbuch stammt vom Münchner Oekom-Verlag, der sich auf das Thema Nachhaltigkeit konzentriert. Er hat das Layout und die überregionalen Inhalte beigesteuert. Die Stabsstelle beteiligte sich bei den lokalen Infos und schlug Geschäfte vor, während der Verlag die Auswahl und Akquise übernahm. Drei Euro pro Exemplar hat die Stadt dafür bezahlt, wobei sie durch Anzeigen auch etwas Geld einnahm. In Hessen haben derzeit noch Frankfurt und der Main-Taunus-Kreis aktuelle Klima-Sparbücher, die Darmstädter Ausgabe ist 2017 erschienen. Bundesweit beteiligen sich etwa auch Hamburg und Düsseldorf.

Ziel sei es gewesen, einen breit gefächerten Inhalt zu bieten, so Zeller. Das Buch informiert zum Beispiel über den Verein Foodsharing Hanau und Main-Kinzig-Kreis, aber auch über regionale Energiegenossenschaften. Bei den Gutscheinen liegen die Rabatte meistens zwischen fünf und 20 Prozent, für Weltläden, Secondhand-Geschäfte, Biohöfe oder eine Handy-Reparatur. Darüber hinaus sind Coupons für eine kostenfreie Energie- oder Photovoltaik-Beratung enthalten.

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