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Beschlagnahmter Hammerhai
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Beschlagnahmter Hammerhai

Zoll

Hammerhai kam per Post am Flughafen in Frankfurt an

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Der Zoll am Flughafen hat 2020 wieder kuriose Funde gemacht. Aufgriffe beim Kokainschmuggel stark gestiegen.

Rauschgift im Körper, Krokodilpfote als Schlüsselanhänger oder auch ein komplett präparierter Hammerhai per Fracht – die Frankfurter Zollbediensteten haben auch im Jahr 2020 wieder viel illegale Ware am Flughafen beschlagnahmt. Die Aufgaben des Zolls gehen aber weit über das Auffinden von Schmuggelware hinaus, wie die Bundesbehörde am Freitag in ihrer Jahresbilanz verdeutlichte.

Bei der Steuererhebung etwa hat das Hauptzollamt Frankfurt mit dem Flughafen im Zuständigkeitsbereich eine herausragende Bedeutung. Durch Zölle, Verbrauchs- und Einfuhrumsatzsteuer nahm das Hauptzollamt im vergangenen Jahr rund 6,2 Milliarden Euro ein und damit fast fünf Prozent der bundesweiten Einnahmen des Zolls.

Auch wer keine Steuer zahlen will, wird vom Zoll zur Kasse gebeten. 313 Unternehmen überprüfte die Frankfurter Behörde im vergangenen Jahr. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit sicherte als Ausgleich für Steuerhinterziehungen Konten, Bargeld und Luxusgüter im Wert von 4,2 Millionen Euro. Vor allem die Bau- und Sicherheitsbranchen standen dabei im vergangenen Jahr laut Zoll im Fokus.

Das Alleinstellungsmerkmal für Frankfurt bleibt aber die Arbeit an Deutschlands größtem Flughafen, über den, sehr zum Nachteil der örtlichen Kriminalitätsstatistik, Drogenschmuggel weltweit abgewickelt wird. Allerdings gingen die Aufgriffe mit Rauschgift im vergangenen Jahr gegenüber 2019 um rund 37 Prozent zurück, womöglich nur eine Momentaufnahme. Insgesamt beschlagnahmte der Zoll im vergangenen Jahr 4171 Kilo Drogen im Gesamtwert von rund 71 Millionen Euro. Droge Nummer eins war Khat mit 3226 Kilo vor Kokain mit 523 Kilo – einem Anstieg gegenüber 2019 von 72 Prozent.

Rund 82 Prozent der aufgegriffenen Drogen wurden im Internet bestellt und per Post versandt. In 28 Fällen waren Kokainschmuggelnde aber auch persönlich unterwegs und hatten rund 102 Kilo dabei, in drei Fällen davon als sogenannte Körperschlucker inkorporiert.

Deutscher angelt Hammerhai vor Mauritius

Während die Illegalität beim Drogenschmuggel landläufig bekannt ist, herrscht bei Verstößen gegen den Artenschutz noch immer eine große Unwissenheit. So entdeckte der Zoll in einer Frachtsendung einen komplett präparierten Hammerhai. Ein Deutscher hatte das Raubtier vor Mauritius selbst geangelt und für viel Geld präparieren lassen. Insgesamt beschlagnahmte der Zoll 72 387 artengeschützte Exemplare wie Zierfische, Schildkröten Schlangen und Korallen, darunter auch 1269 noch lebende Tiere.

Bei Aufgriffen hilft dem Zoll auch die jahrelange Erfahrung. Plagiate kamen 2020 zu 83 Prozent aus China, illegale Arzneien überwiegend aus den USA, Indien oder Singapur.

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