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Einmalig: Mehrparteienhaus im Effizienzhaus Plus Standard.

Ökologie

Häuser produzieren Strom

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In Frankfurt und Bad Vilbel enstehen Öko-Projekte, die Wohnen und Mobilität verbinden, etwa ein Effizienzhaus in Riedberg, das die Ladestelle für das elektrische betriebene Auto im Keller hat.

In Frankfurt und Bad Vilbel enstehen Öko-Projekte, die Wohnen und Mobilität verbinden, etwa ein Effizienzhaus in Riedberg, das die Ladestelle für das elektrische betriebene Auto im Keller hat.

Sie produzieren kein Kohlendioxid, sondern liefern sogar Strom für das elektrisch betriebene Auto, Fahrrad oder Moped: Zwei Bauprojekte in Frankfurt und in Bad Vilbel sollen beispielhaft zeigen, wie die Republik der Energiewende näherkommen kann. Die Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte errichtet im Neubauviertel Riedberg nahe der Schule das, nach eigenen Angaben, „weltweit erste Effizienzhaus Plus im Geschosswohnungsbau“ mit Ladestelle im Keller. Dort können Mieter die Fahrzeuge einer Car-Sharing-Firma mit Strom betanken.

Entworfen hat das „Aktivhaus“ ein Architekturbüro aus Kassel. Im Bad Vilbeler Quellenpark, derzeit noch Acker, will das aus dem osthessischen Schlüchtern stammende Unternehmen Bien-Zenker die „erste Plus-Energie-Haus-Siedlung in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main“ errichten. Noch ein weiterer hessischer Partner ist dabei: Opel spendiert für jeden der beiden Standorte für ein Jahr einen neuen elektrischen Opel Ampera. „Es ist das erste Elektroauto ohne batteriebedingte Reichweitenbeschränkung“, sagt Dirk Horstmann, Direktor bei den Autobauern.

Solarkollektoren erzeugen Energie

„Immobilien machen mobil“ nennt sich die Unternehmensinitiative, die nur knapp zwei Jahre nach ihrer Gründung ihre Projekte am Montag präsentierte. Noch existieren sie lediglich auf dem Papier beziehungsweise virtuell als Computer-Animationen. Doch bereits in knapp einem Jahr soll Einzugstermin in Bad Vilbel sein, ein Jahr später in Frankfurt. Die Mieter für die 20 Wohnungen will sich die Nassauische Heimstätte genau aussuchen, sagt Geschäftsführer Thomas Dilger. „Sie müssen Interesse an dem Thema haben.“

Mit 3,4 Millionen Euro lägen die Baukosten zwar rund 25 Prozent über denen eines herkömmlichen, nach den Vorgaben der Energiesparverordnung errichteten Gebäudes. „Doch das ist uns das Geld wert.“ Das Projekt ermögliche, Erfahrungen zu sammeln, die auch für die anderen rund 62.000 Wohnungen der Heimstätte genutzt werden könnten.

Nach den Plänen werden Solarkollektoren und Photovoltaikmodule die Energie erzeugen. Der Wärmespeicher ist ein unterirdischer Wasserspeicher, der über die natürliche Erdwärme und einen Sonnenkollektor gespeist wird. Die Dämmung für die Fassade wird erst zum Jahresende auf dem Markt sein.

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