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Stromtrasse in Hessen (Symbolbild).

Stromtrasse in Nordhessen

Gutachter soll Suedlink-Verlauf prüfen

Die Suedlink-Trasse tangiert auch den Werra-Meißner-Kreis. Der überlegt, sich juristisch zu wehren. 

Der Werra-Meißner-Kreis lässt den voraussichtlichen Verlauf der Stromtrasse Suedlink in Hessen untersuchen. Man habe ein externes Fachgutachten in Auftrag gegeben, um den vorgesehenen Trassenkorridor zu betrachten und mit Alternativen zu vergleichen, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Rainer Wallmann (Grüne). Die Nord-Süd-Leitung führt in Hessen nur durch den Werra-Meißner-Kreis.

Man wolle den Abwägungsprozess untersuchen, der zu dieser vorläufigen Entscheidung geführt habe, erklärte Wallmann: „Wir wollen einen sachlich-fachlichen Abwägungsprozess, eine politische Entscheidung akzeptieren wir nicht.“ Sollte der Trassenkorridor beispielsweise nur durch Hessen verlaufen, um andere Bundesländer zu besänftigen, werde man sich mit allem Rechtsmitteln gegen eine solche politische Entscheidung wehren.

Da die Trasse nun nicht mehr wie befürchtet durch Osthessen verläuft, ist der nordhessische Landkreis der einzig betroffene in Hessen. Wallmann rechnet dennoch mit Unterstützung: „Auch das Land Hessen hat ein Interesse, dass nicht politisch entschieden wird.“

Zudem hat sich der Werra-Meißner-Kreis Partner in Niedersachsen gesucht. Man habe das Gutachten zum Korridor zusammen mit der ebenfalls betroffenen Stadt Göttingen in Auftrag gegeben. „Es bestehen zahlreiche Ängste bei den Menschen“, sagte Wallmann. Er appelliert an die Bürger, sich am weiteren öffentlichen Verfahren zu beteiligen und möglichst viele Einwendungen gegen die Stromtrasse abzugeben. (dpa)

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