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Wohnungsbauministerin Priska Hinz (Grüne) rät Kommunen, Grundstücke nach Konzept statt nach Höchstpreis zu vergeben.

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Die hessische Wohnungsbauministerin Priska Hinz (Grüne) wirbt für eine Vergabe von Grundstücken nach Konzept statt nach Höchstpreis.

Wohnungsbauministerin Priska Hinz (Grüne) rät Kommunen, Grundstücke nach Konzept statt nach Höchstpreis zu vergeben, um die Preisspirale beim Bauland zu durchbrechen. Die Konzeptvergabe ermögliche es zudem, städtebauliche und gemeinwirtschaftliche Ziele zu erreichen. Über die Ausschreibung könne die Kommune etwa vorgeben, dass ein Versammlungsort entsteht oder eine besondere ökologische Qualität im Wohnungsbau realisiert wird, sagte Hinz bei der Vorstellung eines Leitfadens zur Konzeptvergabe. Sie sprach von einem Instrument, um nachhaltig an der Verbesserung von Quartieren zu arbeiten. 

Hinz weist auch auf die Chance hin, die die Konzeptvergabe für die Sicherstellung vielfältiger Wohnformen und gemischter Bewohnerstrukturen biete. So sei es möglich, gezielt Projekte von kleineren Genossenschaften oder gemeinschaftlichen Baugruppen zu fördern, die in einem Bieterverfahren meist keine Chance auf einen Zuschlag hätten. 

Das Land Hessen sucht derzeit – zum Missfallen der Frankfurter Kommunalpolitik – allerdings selbst über einen Bieterwettbewerb einen Käufer für das Areal des früheren Frankfurter Polizeipräsidiums.

Es sei zwar im Masterplan Wohnen verankert, dass das Land Liegenschaften verbilligt verkaufen darf, wenn ein gewisser Anteil geförderten Wohnraumes entsteht und sich Käufer verpflichten, dies umzusetzen, teilt das Ministerium auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit. Noch sei aber die entsprechende Richtlinie nicht erstellt. Auch wenn es sich technisch nicht um eine Konzeptvergabe handele, werde den sozialen Belangen nach bezahlbarem Wohnraum aber eine möglichst große Geltung im Bieterverfahren eingeräumt, heißt es. 

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