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Geplanter Hotelkomplex in Dortelweil.
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Geplanter Hotelkomplex in Dortelweil.

Bad Vilbel

Grünes Licht für chinesischen Investor

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Die Stadtverordneten in Bad Vilbel stimmen mit großer Mehrheit für den Verkauf eines Grundstücks an einen chinesischen Investor. Nur die Grünen sind dagegen.

Die Stadtverordneten in Bad Vilbel haben mit großer Mehrheit für den Verkauf eines rund 7300 Quadratmeter großen Grundstücks gestimmt, auf dem chinesische Investoren ein Hotel mit Restaurant und Boardinghouse sowie Wohnungen bauen wollen. Nur die Grünen stimmten gegen das Geschäft. Für sie ließ Stadtrat Klaus Minkel (CDU), der den Deal eingefädelt hatte, zu viele Fragen unbeantwortet. Minkel selbst hatte die Parlamentssitzung bereits verlassen, als Stadtverordnetenvorsteher Herbert Anders (CDU) den Tagesordnungspunkt aufrief. Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU), der darüber selbst etwas konsterniert wirkte, entschuldigte den Wirtschafts- und Liegenschaftsdezernenten: Minkel habe kurzfristig einen anderen Termin wahrnehmen müssen.

Das Hotel und die Wohnungen sollen auf einem Grundstück zwischen dem Rathaus und der Europäischen Schule Rhein-Main entstehen. Der Kaufpreis beträgt Minkel zufolge 7,3 Millionen Euro. Der Vertrag erfordere eine Anzahlung von fünf Prozent, die die Stadt auf jeden Fall behalten kann, selbst wenn der Käufer aus dem Vertrag aussteigt, hatte Minkel erklärt.

Die Grünen monierten, es gebe keine Analyse, ob Bad Vilbel ein weiteres Hotel brauche, zumal noch andere geplant seien. Zudem kritisierten sie, dass die Stadt das Areal nicht öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben habe. Bürgermeister Stöhr äußerte, Gewerbe- und Mischgrundstücke müsse die Kommune nicht ausschreiben. Das Hotel sei „eine gute Idee für diese Stelle“. Zudem erziele man durch den Verkauf einen „absoluten Spitzenpreis“.

Besonders pikant ist aus Sicht der Grünen, dass die Stadt eine Provision in Höhe von fünf Prozent des Kaufpreises an einen namentlich nicht genannten Vermittler zahlen will. Das sind 365 000 Euro. Auf welcher Vertragsgrundlage geschieht das, fragte Grünen-Fraktionschef Jens Matthias. Minkel sagte gestern auf Anfrage, Vermittler seien „zwei Damen aus China, die in der Region leben“.

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