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Grüne wählen Peveling und Mathes

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Patricia Peveling und Sven Mathes werden die Hochtaunus-Grünen in den Landtags-Wahlkampf führen. müller
Patricia Peveling und Sven Mathes werden die Hochtaunus-Grünen in den Landtags-Wahlkampf führen. müller © nmu

Partei kürt Kandidaten und stellt Programm für die kommende Landtagswahl vor

HOCHTAUNUS - Patricia Peveling und Sven Mathes führen die Hochtaunus-Grünen als Direktkandidaten in die für Herbst 2023 vorgesehene Landtagswahl. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Kreisverbands der Grünen im Königsteiner Haus der Begegnung wurden beide Bewerber mit breiter Zustimmung von den 35 Anwesenden auf den Schild gehoben. Auf Peveling, die im Wahlkreis 24 (Glashütten, Königstein, Kronberg, Oberursel, Schmitten, Steinbach und Weilrod) antreten wird, entfielen 32 Ja-Stimmen. Mathes wurde mit 31 Ja-Stimmen in das Rennen um das Direktmandat im östlichen Wahlkreis 23 (Bad Homburg, Friedrichsdorf, Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim) geschickt.

Der 23-Jährige, der seit der jüngsten Kommunalwahl Mitglied des Kreistages und Stadtverordneter in Oberursel ist, möchte sich nicht zuletzt für die Themen Sicherheit und soziale Teilhabe stark machen. Auch der Ausbau des Katastrophenschutzes und der Feuerwehren und Rettungswachen liegt dem Oberurseler besonders am Herzen. Darüber hinaus setzt er auf wirksame Präventionsarbeit gegen Rassismus und Extremismus und setzt sich für den Kampf gegen Cyber- und Hass-Kriminalität im Internet ein. Die Förderung der gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe zur Förderung der Vielfalt in der Gesellschaft ist ein weiteres Kernanliegen des jungen Direktkandidaten, der erstmals zu einer Landtagswahl antritt. Die Königsteinerin Patricia Peveling tritt im Wahlkreis 24 bereits zum zweiten Mal an. War sie bei ihrem ersten Anlauf 2019 noch knapp daran gescheitert, ins Landesparlament nachzurücken, soll es jetzt klappen. Peveling ist seit 2016 Mitglied der Partei, Königsteiner Stadtverordnete und mittlerweile auch Vorstandsprecherin des Grünen-Stadtverbands. Seit eineinhalb Jahren gehört sie zudem der Kreistagsfraktion ihrer Partei an. Anfang 2022 hat sie hier den stellvertretenden Fraktionsvorsitz übernommen.

Peveling verwies in ihrer Rede auf die gesellschaftlichen Herausforderungen, die angesichts der derzeitigen Krisen angegangen werden müssten, und warb dafür, diese auch als Chance zu begreifen, notwendige Veränderungen in der Gesellschaft anzustoßen. Die Juristin glaubt, dass die Menschen im Kreis mittlerweile für die Themen sensibilisiert und offen seien. So sei ihre Partei gut aufgestellt, um auch konservative Wähler von den Inhalten zu überzeugen.

Mit welchen Themen das gelingen könnte? Das lässt sich am Programmentwurf für die Landtagswahl ablesen, der in der Mitgliederversammlung präsentiert wurde. Die Themen Sanierung, Windkraft und grüner Wasserstoff stehen ganz oben auf der Agenda. Beim Thema Finanzen soll die Schuldenbremse künftig Klimaschutzmaßnahmen nicht mehr im Weg stehen.

Im Bereich Soziales plädiert die Partei für ein vielfältigeres Angebot für die Erwachsenenbildung, die Zahl befristeter Arbeitsverträge an Schulen soll reduziert werden. Und beim Thema Verkehr fordert die Partei eine Mobilitätswende. Radfahrwege sollen künftig bei der Planung von Landstraßen mitgedacht, innerorts Schutzstreifen für Radfahrer installiert werden. nmu

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