Justiz

Große Unterschiede bei Verfahrensdauer

Wie kommt es, dass es in manchen Gerichten in Hessen Verfahren schneller abgeschlossen sind?

Manche hessischen Gerichte brauchen im Durchschnitt mehr als ein Jahr für ein Strafverfahren, andere schaffen es in weniger als drei Monaten. Das geht aus einer Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion in Wiesbaden hervor.

In den ersten drei Quartalen 2019 war demnach vor dem Amtsgericht Bad Schwalbach im Taunus ein Fall im Durchschnitt 13,6 Monate anhängig. Vor dem Amtsgericht im südhessischen Lampertheim dagegen wurde ein Verfahren nach 2,6 Monaten abgeschlossen. Die Zahlen zum vierten Quartal 2019 lagen noch nicht vor.

Für die unterschiedlichen durchschnittlichen Verfahrensdauern gebe es vielfältige Gründe, erläuterte ein Ministeriumssprecher. So könnten gerade bei kleineren Gerichten Ausfallzeiten von Richtern zu Verzögerungen führen. Zudem werde die Verfahrensdauer häufig von Umständen beeinflusst, auf die das Gericht keinen Einfluss habe. Dazu zähle etwa, wenn ein Verteidiger aufwendige Beweisanträge stelle oder Zeugen aus dem Ausland vernommen werden müssten. (dpa)

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