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Knallbunt und knallsüß: Stand auf dem Sternschnuppenmarkt Wiesbaden.

Weihnachtsmärkte in Rhein-Main

Große und kleine Weihnachtsmärkte

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Erst seit dieser Woche sind alle großen Weihnachtsmärkte in der Rhein-Main-Region geöffnet. Doch es lohnt sich auch der Besuch der kleinen Märkte.

Manche mögen sie, manche meiden sie, und manche machen halt einfach mit. Denn wann und wo sonst kann man sich derart kollektiv-besinnlich mit allerlei Flitter und Tamtam aufs frohe Fest einstimmen? Sich mit Christbaumschmuck, Winterklamotten und kuriosen Geschenken eindecken? Die lieben Kinderlein mit knallsüßem Naschwerk füttern und selbst dubiose Heißgetränke picheln, von denen man sonst im Jahr tunlichst die Finger lässt? Für all das bleibt heuer weniger Zeit als in anderen Jahren. Traditionell tobt der Trubel nämlich erst gen erstem Advent los, also in dieser Woche.

Weihnachtsmarkt in Darmstadt

In Darmstadt war man etwas früher dran. Der Weihnachtsmarkt zwischen Residenzschloss und historischem Rathaus, der meist als einer der ersten in Hessen beginnt, bietet bereits seit dem 20. November montags bis donnerstags von 10.30 bis 21.30 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr und sonntags von 11.30 bis 21.30 Uhr, alles für die besinnlichen und besinnungslosen Stunden am Jahresende. Die Ausweitung der Verkaufszeit auf fünf Wochen hat für einige Kritik seitens der Kirchen gesorgt. Nun aber naht der erste Advent und wie der Darmstädter Weihnachtsmarkt, der mit Kunsthandwerk, Kinderprogramm und Late-Night-Shopping mit Eisskulpturen und Feuershows (Freitag, 1.12., 18 bis 22 Uhr) lockt, haben mittlerweile die Weihnachtsmärkte in sämtlichen Großstädten im Rhein-Main-Gebiet ihre Buden und Theken eröffnet.

Weihnachtsmarkt in Frankfurt

So auch der Weihnachtsmarkt in Frankfurt, der zu den größten und ältesten Deutschlands zählt. Bis Freitag, 22.12., bieten die Büdchen zwischen Paulsplatz, Römerberg und Mainkai Kitsch und Kunst, Glühwein und Punsch rund um die 33 Meter hohe Christfichte, und das Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr und Sonntag von 11 bis 21 Uhr. Apropos Kunst: Parallel und in direkter Nachbarschaft zum großen Adventsrummel in Frankfurt gibt es wieder den Weihnachtsmarkt der Künstler in den Römerhallen nebst Jahresausstellung des Berufsverbands Bildender Künstler (BBK) in der Paulskirche. Die Pforten stehen von 12 bis 20 Uhr täglich offen.

Ebenfalls zeitlich und örtlich parallel geht die „Rosa Weihnacht“ der Gay Community auf dem Friedrich-Stoltze-Platz (montags bis samstags 10 bis 21 Uhr, sonntags von 11 bis 21 Uhr) in die fünfte Runde.

Weihnachtsmarkt in Wiesbaden

Der Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden gehört mit seinem Dekor und der schmucken Kulisse aus Landtag, Altem Rathaus und Marktkirche auch in diesem Jahr wieder zu den eindrucksvollsten seiner Art in der Region. Die mehr als 130 Stände sind ganz in Blau und Gold gehalten und stehen bis zum 23. Dezember montags bis donnerstags von 10.30 bis 21 Uhr, freitags und samstags von 10.30 bis 21.30 Uhr und sonntags von 12 bis 21 Uhr offen. Dazu gibt es täglich Program auf der Bühne vor dem Wiesbadener Rathaus.

Weihnachtsmarkt in Mainz

Auf der anderen Seite des Rheins in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz eröffnet just heute um 17 Uhr der historische Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz, mit Lichterglanz, Kunsthandwerk, Budenzauber und einer elf Meter hohen Weihnachtspyramide am Höfchen. Im Glanz des 1000 Jahre alten Martinsdoms laden die Büdchen und Attraktionen, darunter zahlreiche Konzerte, bis zum 23.12. von Sonntag bis Donnerstag, 11 bis 20.30 Uhr, und von Freitag bis Samstag, 11 bis 21 Uhr, ein zum Flanieren und Verweilen.

Weihnachtsmarkt in Hanau

In den größten Adventskalender Hessens verwandelt sich ab morgen wieder das historische Neustädter Rathaus in Hanau. Allabendlich um 18 Uhr öffnet sich bis zum 24.12. eines der Fenster und zeigt illuminierte Motive aus der Märchenwelt der Brüder Grimm. Davor auf dem Marktplatz können sich die Besucher des Weihnachtsmarkts bis zum 22. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr an mehr als 70 Ständen mit Schlendern, Schlemmen und Shoppen verlustieren.

Im Rathaus selbst gibt es täglich von 13 bis 20 Uhr einen Künstermarkt, davor dreht sich das nostalgische Mini-Riesenrad, das seit 2008 zum festen Inventar des Hanauer Weihnachtsmarktes gehört.

Weihnachtsmarkt in Offenbach

Offenbach hat dieses Jahr wieder das längste weihnachtliche Spektakel von den Großstädten des Rhein-Main-Gebiets. Es dauert nämlich bis zum 29. Dezember. Stände und Programm auf dem Aliceplatz und dem Stadthof läuten montags bis donnerstag, 11 bis 21 Uhr, freitags und samstags, 11 bis 22 Uhr, und sonntags, 13 bis 21 Uhr, die Adventszeit ein, respektive aus. Geschlossen ist der Weihnachtsmarkt allerdings am 24., 25. und 26. Dezember.
Kleine, feine Feiern

Mittlerweile stellt praktisch jede Gemeinde, jeder Ortsteil, jedes Städtchen in nahezu jedem Winkel Hessens an mindestens einem Tag oder Wochenende in der Adventszeit einen Weihnachtsmarkt auf mit allem, was dazu gehört: Christstollen, Glühwein, Maronen, Mützen, Handschuhe, Dekor, Kerzen. Und oft sind es gerade die kleineren, lauschigen Märkte, die in Weihnachtswallung versetzen und eine beschauliche Alternative zum großstädtischen Festtag-Spektakel darstellen.

Weihnachtsmarkt im Frankfurter Stadtwald

Der Goetheturm in Frankfurt-Sachsenhausen ist ja traurigerweise abgebrannt. Trotzdem wird es am Rande des Stadtwaldes, wo das 43 Meter hohe Wahrzeichen bis Mitte Oktober stand, wieder einen täglichen Weihnachtsmarkt geben – und dazu verschiedene Spendenaktionen für den Wiederaufbau des Goetheturms. Bis zum 23.12. werden montags bis freitags, 16 bis 22 Uhr, und samstags und sonntags, 13 bis 22 Uhr, an den Buden allerlei weihnachtliche und lokale Spezialitäten feilgeboten, von heißem Ebbelwei und Marönsche über Schmuck- und Schmiedewaren bis hin zu fluffigen Galettes und „Proletariats-Kartoffelwurst“.

Weihnachtsmarkt in Preungesheim

Längst kein Geheimtipp mehr, aber auf jeden Fall noch immer etwas Besonderes ist der Schwedische Weihnachtsmarkt in Frankfurt-Preungesheim, der seit mehr als 30 Jahren vom Schwedischen Kirchenverein veranstaltet wird. Schon am morgigen Freitag, 1.12., geht’s los: Von 16 bis 20 Uhr, am Samstag, 2.12., von 11 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 3.12., von 12 bis 16 Uhr, werden im Gemeindehaus, An der Wolfsweise 54, Elch-Souvenirs, Princesstorte und Glögg, Schwedens Pendant zum Glühwein, angeboten.

Weihnachtsmarkt in Oberursel

Bereits heute Nachmittag, 30.11., eröffnet um 16 Uhr der Weihnachtsmarkt Oberursel, der mit mehr als 100 Ständen eigentlich nicht zu den kleinen Märkten gehört. Er präsentiert an vier Tagen (Donnerstag bis 21 Uhr; Freitag, 1.12., 14 bis 22 Uhr; Samstag, 2.12., 12 bis 22 Uhr: Sonntag, 3.12., 12 bis 21 Uhr) vom Rathausplatz über die Obere Vorstadt bis zum Vortaunusmuseum Köstliches, Künstlerisches, Musikalisches und Mittelalterliches.

Weihnachtsmarkt in Bad Homburg

An allen Adventswochenenden hat der romantische Weihnachtsmarkt in Bad Homburg rund um den Weißen Turm und auf dem Schlossplatz geöffnet, und zwar am Samstag und Sonntag, 12 bis 21 Uhr. Am 24.12. ist der Weihnachtsmarkt geschlossen, dafür öffnen die etwa 70 Holzhütten vor den Feiertagen auch am Freitag, 22. Dezember.

Weihnachtsmarkt in Friedberg

In der Wetterau richtet Friedberg am zweiten Adventswochenende am Freitag, 8.12., 16 bis 22 Uhr, am Samstag, 9.12., 11 bis 22 Uhr und am Sonntag, 10.12., 11 bis 20 Uhr, einen Weihnachtsmarkt an Kaiserstraße und Wolfrengasse aus. Eine Woche später (Freitag, 15.12., 16 bis 22 Uhr; Samstag, 16.12., 12 bis 22 Uhr; Sonntag, 17.12., 11 bis 20 Uhr) folgt Bad Nauheim mit dem Christkindl-Markt vor pittoresker Kulisse. Krippen, Pyramiden, Keramik finden Weihnachtswütige an den etwa 100 Ständen, die sich vom festlich illuminierten Sprudelhof bis zum Kastanienrondell im Kurpark reihen.

Weihnachtsmarkt auf der Ronneburg

Einen historischen Weihnachtsmarkt mit Maronen, Met und Minnesang gibt es an den ersten drei Adventswochenenden, jeweils Samstag und Sonntag von 11 bis 20 Uhr, auf der Ronneburg in der Wetterau. Und dabei machen nicht nur die Ritter, Gaukler und mittelalterlich gewandeten Maiden, die sich zwischen den Besuchern tummeln, das Besondere dieses Marktes aus. In den alten Mauern trifft man auf Handwerker, die ihre Kunst und Arbeit zeigen und verkaufen, jeweils um 17 Uhr wird ein Krippenspiel aufgeführt. Es gilt der Burgeintritt von 6 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder ab fünf Jahren.

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