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Kommentar

Große Aufgabe

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Der Aufbau von Impfzentren ist eine logistische Herausforderung, für die es kein Vorbild gibt. Ein Kommentar.

Der Ausdruck stammt aus dem Katastrophenschutz. Und so martialisch klingt es auch: Der „Einsatzbefehl“ zum Aufbau von Impfzentren ist in den Rathäusern und Landratsämtern angekommen. Die müssen jetzt deren Aufbau organisieren.

Eine logistische Herausforderung, für die es kein Vorbild gibt. Die Räumlichkeiten werden dabei das geringste Problem sein. Wegen der Corona-Einschränkungen stehen jede Menge Messehallen, Bürgerhäuser und Konzerthäuser leer. Spannend wird, wie das Versenden der Einladungen klappt. Die Orientierung am Alter ist einfach. Doch im Fall von chronisch Kranken handelt es sich um sensible Daten, die zu Recht vom Gesetzgeber streng geschützt sind. Es stellt sich auch die Frage, ob alle die Priorisierung akzeptieren. Die Erfahrungen in den Testcentern zeigen, dass einige der Auffassung sind, dass sie sich mit Randale und Ellenbogen nach vorne drängeln können. Auf der anderen Seite gibt es die Skeptiker. Sofern sie noch erreichbar sind, müssen diese durch faktenbasierte, also gute Aufklärung überzeugt werden. Nicht erst in den Zentren, sondern schon im Vorfeld.

Eine große Herausforderung kommt auf medizinisches Fachpersonal und die Ärzteschaft zu. Ob die Massenimpfung gelingt, hängt maßgeblich von ihrer Unterstützung ab. Keine einfache Aufgabe neben dem Praxisalltag, den die Pandemie seit Monaten zusätzlich belastet. Jetzt also noch eine Schippe drauf. Der Ärztemangel ist seit Jahren bekannt, doch die Zahl der Studienplätze hat sich in Hessen so gut wie nicht erhöht. Diese Untätigkeit könnte sich rächen. Zentren sind schnell aufgebaut. Ein Medizinstudium dauert viele, viele Jahre.

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