Klimakrise

Großdemo der „Fridays for Future“ in Mainz

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Bis zu 10 000 Klimaschutzaktivisten aus mehreren Bundesländern wollen am Freitag in Mainz demonstrieren. Die Fridays for Future wollen zeigen, dass sie auch 2020 weitermachen werden.

Die Vorbereitungen und die Mobilisierung laufen auf Hochtouren. Mehrere Tausend vor allem junge Menschen wollen am Freitag durch Mainz ziehen. Ihr Motto: „Die Uhr tickt“. Es sind nach Angaben der Veranstalter mehr als 30 Ortsgruppen der „Fridays for Future“, die seit Wochen für die gemeinsame Demonstration in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt werben.

Die Veranstalter rechnen mit bis zu 10 000 Aktivistinnen und Aktivisten der Klimaschutzbewegung, hauptsächlich aus Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen. Es werden aber auch Protestierende aus Baden-Württemberg und Brandenburg erwartet, einige sogar aus Luxemburg. Sie alle eint, dass sie mehr Engagement gegen die globale Erwärmung fordern.

Die Demonstration

Die Demonstrationmit dem Motto „#DieUhrTickt“ beginnt um 12 Uhr auf der Ludwigstraße in Mainz und zieht dann nach einer Auftaktkundgebung mit Musik und Bühnenprogramm durch die Stadt. Der Protestzug endet wieder auf der Ludwigstraße.

Gemeinsame Anreisenzur Demonstration nach Mainz gibt es aus mehreren Städten im Rhein-Main-Gebiet. Treffpunkte für Aktivistinnen und Aktivisten gibt es etwa in Darmstadt um 10 Uhr am Luisenplatz, in Frankfurt um 10.45 Uhr an der Konstablerwache und in Wiesbaden um 10.45 Uhr am Hauptbahnhof.

„Wir haben sehr intensiv mobilisiert“, sagt Maurice Conrad, Aktivist der Fridays for Future aus Mainz und einer der Pressesprecher der Großdemonstration. Bundesweit habe man Flugblätter und anderes Material verschickt, es gebe großes Interesse und positives Feedback in den sozialen Medien. „Die Stimmung ist gut“, sagt Conrad, der seit dem vergangenen Sommer für die Piratenpartei im Mainzer Stadtrat sitzt. Die Demonstration solle noch mehr Menschen mit dem Thema Klimawandel konfrontieren und zudem zeigen, dass die Fridays for Future auch 2020 mit ihren Forderungen präsent seien – „vielleicht sogar noch ein bisschen stärker“. Er sei fest davon überzeugt, „dass die Umweltschutzbewegung noch lange nicht am Ende ist“.

Das Ergebnis nach einem Jahr Protest der Fridays for Future sei ernüchternd, heißt es im Aufruf zu der Demonstration. Weder die Bundesregierung noch die Länder ergriffen bisher echte Vorkehrungen für mehr Klimaschutz. „Im Gegenteil: Das Zeitfenster wird immer kleiner und ein Erreichen der Pariser Klimaziele immer unwahrscheinlicher.“ Es drohe eine globale Katastrophe, „wenn wir jetzt nicht das Ruder herumreißen“.

Thematisch soll es bei der Demonstration laut Conrad auch um das Thema Klimawandel als Fluchtursache und die Entscheidung der Firma Siemens gehen, sich trotz großer Proteste etwa durch die Fridays for Future nicht aus dem Bau der geplanten Kohlemine Adani in Australien zurückzuziehen. Vor Beginn der Demonstration, die sich ab 12 Uhr auf der Ludwigsstraße sammelt, ist ein Bühnenprogramm geplant, bei dem unter anderem die Bands „Indianageflüster“, „Mr. Pianoman“ und „LWFLD“ auftreten sollen.

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