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Proteste auf dem Rathenauplatz in Frankfurt.
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Proteste auf dem Rathenauplatz in Frankfurt.

Corona

Großaufgebot gegen Corona-Proteste in Frankfurt

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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  • Clemens Dörrenberg
    Clemens Dörrenberg
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Die Polizei geht konsequent gegen nicht genehmigte Demonstration in Frankfurt vor.

Mit einem massiven Aufgebot ist die Polizei am Samstag gegen impfkritische Menschen im Frankfurter Westend vorgegangen. Weil die Stadt Frankfurt im Vorfeld eine Großdemonstration zu der Thematik verboten hatte, waren diesmal allerdings deutlich weniger Menschen, die der sogenannten Querdenker-Bewegung angehören, nach Frankfurt gekommen.

Da in der Vorwoche bei einer Demonstration die Hygieneauflagen überwiegend nicht eingehalten worden waren, ist eine Kundgebung, die am Rothschildpark beginnen sollte, verboten worden. Dennoch versammelten sich am Samstag gegen 15 Uhr etwa 80 Menschen in dem Bereich vor dem österreichischen Konsulat im Reuterweg. Eine Gruppe von etwa 25 Personen vor dem Instituto Cervantes wurde dabei von der Polizei umstellt.

Umstehende außerhalb murrten. „Das vierte Reich ist da“, rief einer. Ein anderer beschwerte sich über die Stadt Frankfurt. Offenbar waren die Impfgegnerinnen und -gegner von dem konsequenten Vorgehen der Polizei überrascht.

Ein Mann, der einen „Umarmbar“-Button trug, filmte die Szenerie. Eine Frau mit einem „Impfversagen - wie viele Spritzen sollen es denn sein?“-Schild schimpfte lauthals.

Die Polizei versuchte mit Lautsprecherdurchsagen, die Schaulustigen zu vertreiben: „Sollten Sie die Örtlichkeit nicht verlassen, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit.“ Als die Schaulustigen nicht abzogen, begann die Polizei, Umstehende in den abgeriegelten Bereich vor dem Instituto Cervantes zu führen, um auch von ihnen die Personalien aufzunehmen.

Eine Frau monierte: „Auf dem Weihnachtsmarkt mit Tausenden Besuchern dürfen wir stehen, aber hier nicht.“ Ein Polizist antwortete darauf mehrfach: „Das ist eine Ansammlung.“ Den Rothschildpark selbst hatte die Polizei vorsorglich bereits abgeriegelt.

Deutlich geruhsamer ging es am Willy-Brandt-Platz in der Innenstadt zu. Dort hatte sich bereits ab 13 Uhr eine Gegendemonstration mit bis zu 100 Leuten formiert. Anmelderin Annette Ludwig von der Initiative #No Fragida freute sich über „den großen solidarischen Erfolg“. Botschaften wie „Stoppt die Superspreader von Gewalt, rechter Hetze und Antisemitismus“ oder „Abstand halten vor rechter Hetze und Verschwörungsmythen“ belegten, dass es bei den Demonstrationen und Gegendemonstrationen längst nicht mehr nur um das Coronavirus geht.

Zu einer nicht verbotenen Demonstration vom Impfgegnerinnen und Impfgegnern auf dem Rathenauplatz kamen dann gegen 17 Uhr nach Polizeiangaben bis zu 200 Leute. Diese Demonstration wollten die Gegendemonstrierenden „kritisch begleiten“, so Annette Ludwig. Doch die Polizei unterband ein Aufeinandertreffen beider Gruppierungen konsequent.

Die unter dem Motto „Gegen Zwangsimpfung, Impfausweis und globale Diktatur“ angemeldete Demonstration war eigentlich bis 20 Uhr anberaumt, löste sich aber schon kurz nach 18 Uhr auf. Gegen 18.30 Uhr waren dort keine Demonstrierenden mehr zu sehen. Nur noch eine Handvoll Polizeifahrzeuge standen auf dem Platz. Auch auf Opernplatz und Willy-Brand-Platz waren um diese Zeit nur noch Polizeifahrzeuge und Flaneure zu sehen. Die Polizei zog daher eine positive Bilanz. Für die Versammlungen wurden die Auflagenverfügungen „überwiegend eingehalten“. Alle Veranstaltungen seien „insgesamt friedlich“ verlaufen. S iehe auch Kommentar Seite 11

Proteste in der Innenstadt von Frankfurt.
Die Polizei ging konsequent gegen sogenannte Querdenker vor.

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