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keltDie Prunkfibel aus dem Grab des Keltenfürsten ist in der neuen Mediathek hinterlegt. enwelt
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keltDie Prunkfibel aus dem Grab des Keltenfürsten ist in der neuen Mediathek hinterlegt. enwelt

Online-Ausstellung

Glauburg: Keltenfunde zu Hause bewundern

  • VonSabrina Dämon
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Das Museum auf dem Glauberg erweitert sein Onlineangebot. Es gibt eine Mediathek mit Filmen, 3-D-Modellen und Texten.

Über die Kelten gibt es unzählige Geschichten. Einige sind wahr, manche möglich, andere komplett erfunden. Zum Beispiel die über das keltische Baumhoroskop. Das gibt es zwar wirklich, allerdings erst seit ein paar Jahrzehnten – seit ein Artikel in einem französischen Lifestyle-Magazin dazu erschienen ist. Mit den Kelten, die vor mehr als 2000 Jahren auf dem Glauberg gelebt haben, hat das allerdings nichts zu tun. Axel G. Posluschny erzählt von diesem scheinbaren Mythos in dem Video „Wer waren die Kelten?“. Der elfminütige Film ist seit neuestem in der Mediathek der Keltenwelt zu sehen.

Das Onlineangebot ist neu, es bietet kostenfrei vom Rechner oder Smartphone Informationen rund um das Thema Archäologie und Kelten auf dem Glauberg. Der Zeitpunkt ist günstig, da das Museum coronabedingt geschlossen ist. Dennoch ist die Mediathek unabhängig davon entstanden und soll das Museumsangebot ergänzen, sagt Leiterin Vera Rupp. „Wir hatten ohnehin ein digitales Museum geplant und haben die Corona-Zeit genutzt, um uns komplett neu aufzustellen.“

Entstanden ist ein vielseitiges Angebot, sowohl inhaltlich als auch von den Formaten, mit denen Nutzer die Geschichte der Kelten erkunden können. Videos, Fotos und Texte sind in der Mediathek verfügbar. Ebenso stehen 3-D-Modelle einiger Ausstellungsstücke zur Verfügung.

So lässt sich auf dem Bildschirm der Goldring des Keltenfürsten mit der Maus vergrößern, drehen und aus allen Perspektiven betrachten, als hielte man das mehr als zwei Jahrtausende alte Fundstück selbst in der Hand.

Zurzeit sind 35 Medien online, das Angebot soll jedoch ständig wachsen, sagt Christoph Röder von der Keltenwelt. „Zuerst stellen wir nur unsere Funde online, aber künftig sollen auch andere aus ganz Hessen dazukommen.“ Bei der Gestaltung habe man den Fokus vor allem auf die Nutzerfreundlichkeit gelegt. Es sollte kein Onlinearchiv werden, sagt Röder, sondern ein medial ansprechendes Angebot, bei dem man historische Fakten nachlesen, aber auch ein Video schauen kann, in dem gezeigt wird, wie ein Beil hergestellt wird.

Vor allem aber, sagt Leiterin Rupp, sollte es keine Seite werden, „auf der man ewig scrollen muss, bis man zu den Inhalten kommt, die einen interessieren“. Die Mediathek sei daher interaktiv gestaltet. Die Nutzer:innen können zum Beispiel gezielt nach Medien suchen und Themengebiete auswählen wie „Sport und Spiel“, „Haus und Hof“, „Technik und Handwerk“. Zudem lässt sich zwischen den drei Epochen wählen, zu denen es historisches Material vom Glauberg gibt: Eisenzeit (keltisch), Mittelalter, Neuzeit. Sonderausstellungen sollen in Zukunft dauerhaft online verfügbar sein. Auch Unterrichtsmaterialien sollen zur Vorbereitung auf einen Besuch bereitgestellt werden.

Dass ein umfangreiches Digitalangebot einen Museumsbesuch (wenn er wieder möglich ist) ersetzt, glaubt das Keltenwelt-Team aber nicht. Im Gegenteil, sagt Rupp: „Viele möchten danach erst recht das Original sehen.“ Röder ergänzt: „Wir haben online ein hervorragendes Foto des Keltenfürsten, aber es ist nur flach auf dem Bildschirm und nicht zu vergleichen mit dem Gefühl, ihn in echt gesehen zu haben.“

Und dann ist da noch der Glauberg an sich: Der Ort, an dem die Funde, die heute hinter Glas liegen, ausgegraben worden sind. An dem vor 2400 Jahren Menschen lebten. Die Atmosphäre, der Ort, der Blick von dort oben – „das ist schon besonders“.

www.keltenwelt-glauberg.de/keltenwelt-digital/mediathek/

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