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Zollbeamte im Einsatz. (Symbolbild)

Bau

Gießener Zoll nimmt zehn Schwarzarbeiter fest

Bei der Durchsuchung einer Baustelle stoßen die Zollfahnder auf ein Elendsquartier, in dem die Arbeiter untergebracht waren.

Zollfahnder haben im Landkreis Gießen zehn Männer wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts und Schwarzarbeit festgenommen. Wie ein Sprecher des Hauptzollamts Gießen am Donnerstag berichtete, stießen die Ermittler bei der Durchsuchung einer Baustelle am Mittwoch in Reiskirchen auf die Räume von zehn Ausländern ohne Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung. Die Gruppe lebte unter elenden Verhältnissen: Die Fahnder stießen auf Schlaflager mit schimmeligen Matratzen, fließendes Wasser gab es nicht. Die Männer hätten berichtet, sie arbeiteten auf der Baustelle und hätten bislang keinen Lohn erhalten, teilte der Zoll weiter mit. 

Bereits am Dienstag waren den Beamten in Heuchelheim vier Arbeiter dieser Gruppe auf einer anderen Baustelle ins Netz gegangen. Sie arbeiteten für denselben Auftraggeber wie auf der Baustelle in Reiskirchen. Gegen ihn wurde eine Ermittlung wegen illegaler Ausländerbeschäftigung eingeleitet. Die Arbeiter wurden nach der Kontrolle wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ausländerbehörde ordnete ihre Ausweisung an. (dpa)

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