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Aber bitte Abstand halten: Riesenrutsche im Freizeitpark Lochmühle.

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FR gibt Ausflugs-Tipps für das Rhein-Main-Gebiet

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„Sieh, das Gute liegt so nah“, empfahl schon der alte Goethe.Die FR gibt Tipps, was wir heute daraus machen können.

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah“, wusste schon der alte Goethe. Und der kam immerhin aus Frankfurt. Recht hatte er vermutlich schon damals, aber auf jeden Fall hat er es jetzt: Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen, der Frühling zeigt sich von seiner sommerlichen Seite. Fast könnte in Vergessenheit geraten, dass hierzulande immer noch ein winziges Virus wütet und das Leben selbst bei fantastischem Wetter etwas komplizierter macht. Immerhin ist vieles wieder möglich, was vor wenigen Wochen noch unmöglich war. Wer es bislang nicht ausprobiert hat, kann es ja vielleicht jetzt tun.

Unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln ging einiges ja schon die gesamte Pandemiezeit über, doch wie viele Menschen haben sich wirklich die Wanderstiefel geschnürt oder sich aufs Rad geschwungen, um mal etwas anderes zu sehen als ihr trautes Heim? Jetzt wäre weiterhin Gelegenheit dazu.

Und es muss ja nicht immer rauf auf den Feldberg  gehen. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es unzählige Gegenden, die einen Ausflug lohnen. Einfach per Zufall irgendeinen Punkt auf der Karte ausdeuten. Bei dem nun lockereren Lockdown und diesem Wetter ist es schließlich überall schön.

Natürlich bieten sich auch jetzt die Klassiker der Rhein-Main-Ausflugsziele an, doch muss man damit rechnen, in Sachen Schutzvorkehrungen dort in Bedrängnis zu geraten. Am Felsenmeer  im Odenwald zum Beispiel. Da hier mit „Besucherströmen“ zu rechnen sei, wie auf der Homepage des nach wie vor geschlossenen Informationszentrums zu lesen ist, kontrolliere das Ordnungsamt vermehrt die Absperrungen sowie das Einhalten der Abstandsregeln. Zudem wird vor der aktuellen Waldbrandgefahr gewarnt.

Auch im Hessenpark sind Besucher willkommen.

Das Coronavirus hat auch das Naherholungsgebiet Weilbacher Kiesgruben  und den Spielpark Hochheim im Taunus noch im Griff, wenngleich sich dieser schon etwas gelockert hat. So sind der Spielplatz und die Boulderanlage auf dem Freizeitgelände hinter dem Regionalpark-Haus mittlerweile wieder frei zugänglich – bei Einhaltung … Sie wissen schon. Das Besucherzentrum ist an den Wochenenden geöffnet, der Regionalparkturm sowie das Restaurant „Zum Wilden Esel“ bleiben noch geschlossen.

Während die historische Nerobergbahn  in Wiesbaden und die prähistorische Grube Messel  im Landkreis Darmstadt-Dieburg weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen sind, kehren Bioversum und Museum Jagdschloss Kranichstein  in Darmstadt allmählich wieder zur Normalität zurück – und das sogar mit ein paar Neuerungen. Viele der interaktiven Stationen wurden digital aufbereitet, so dass der Besuch der Ausstellung mit dem Smartphone zu einem neuen Museumserlebnis wird. Außerdem gibt es ein neu entwickeltes Erlebnisquiz in den Museumsräumen. Für das ursprünglich geplante Veranstaltungsprogramm, das so nicht verwirklicht werden kann, gibt es Ersatz.

Mit ähnlichen Einschränkungen sind die Freilichtmuseen im Hochtaunuskreis wieder am Start. Zum Beispiel das Römerkastell Saalburg  bei Bad Homburg. Führungen und Veranstaltungen werden allerdings zurzeit nicht angeboten. Der Hessenparkbei Neu-Anspach hat ebenfalls wieder geöffnet, jedoch nur von Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr.

Ein Katzensprung ist es von dort zum Freizeitpark Lochmühle, der seit dem 16. Mai geöffnet ist. Endlich können Kinder wieder auf den Baumwipfelpfad klettern, in Bootchen übers Wasser schunkeln oder mit der Eichhörnchenbahn durch die Kurven rauschen. Ponyreiten, Bällebad oder Streichelzoo sind freilich vorerst noch tabu. Ausgerechnet in dieser holprig angelaufenen Saison hat der beliebte Park in Wehrheim ein Jubiläum zu feiern: Vor 50 Jahren, 1970, begann die Lochmühle als familiengeführter Reiterhof mit zusätzlichen Freizeitangeboten.

Auch im Opel-Zoo  in Kronberg bleibt der Streichelzoo zu, genauso wie diverse Tierhäuser, der Spielplatz und das Restaurant. Auf Pony- und Kamelreiten müssen die Besucher ebenfalls verzichten. Doch der Opel-Zoo, der seit dem 4. Mai täglich seine Pforten auftut, hat ja noch viel mehr zu bieten. Und das gilt gleichermaßen für das Rhein-Main-Gebiet an diesem schönen Wochenende.

Das Gute liegt so nah.

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