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Gewerbe an der Zeppelinstraße

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Planung soll langfristige Entwicklung an Kronenhof und Zubringer ermöglichen

BAD HOMBURG - Auf mögliche Pläne angesprochen, gab sich die Verwaltung vor der politischen Sommerpause noch wortkarg, jetzt bringt der Magistrat eine Vorlage in die Sitzungsrunde ein, die den Beginn einer Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen zu Gewerbeflächen bedeuten würde.

In den drei betroffenen Ortsbeiräten Ober-Eschbach, Gonzenheim und Innenstadt wird am kommenden Mittwoch über den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans Nr. 143 „Gewerbegebiet südlich der Zeppelinstraße“ diskutiert.

Der Plan soll demnach für die Flurstücke südlich der Zeppelinstraße gelten, die nicht der Klinik beziehungsweise deren vorgesehener Erweiterungsfläche (zwischen Klinik-Gelände und Zufahrt Kronenhof) zugeordnet sind. Auch der Kronenhof selbst soll Teil des B-Plan-Gebiets werden, das insgesamt 18 Hektar umfasst. Das Hofgut solle demnach „die Möglichkeit zur Entwicklung im Bereich südlich der Bestandgebäude erhalten“, etwa durch die Anlage zusätzlicher Pferdekoppeln.

„Zielsetzung dieser Planung ist es, durch maßvolle Arrondierung im Bereich des südlichen Siedlungsrandes vom Büro- und Gewerbepark Mitte, die für die Erweiterung von Bestandsunternehmen sowie die Neuansiedlung innovativer Branchen und junger Start-ups dringend benötigten Gewerbeflächen zu entwickeln.“ In der Vorlage heißt es weiter, dass diese Flächen seitens der Stadt - wenn möglich - direkt an interessierte Unternehmen vermarktet werden sollen. Dieser Plan wurde vom Magistrat bereits im Juli auf den Weg gebracht und könnte von der Stadtverordnetenversammlung schon bei deren Sitzung am Donnerstag, 29. September, verabschiedet werden. Vorrangig sollen die neuen Gewerbeflächen dazu dienen, „etablierten Bad Homburger Unternehmen“ eine Bestandserweiterung zu ermöglichen. Außerdem soll der Fokus auf „Neuansiedelungen, insbesondere Start-ups mit Fokussierung auf smarte Technologien und Dienstleistungen“, gelegt werden.

Ebenfalls geprüft werden sollen die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Ansiedlung von Rechenzentren. Keine Option seien hingegen große Logistik- oder Produktionsunternehmen. Die Anbindung des westlichen Teils des Gewerbegebiets soll über die auszubauende Einmündung der Kronenhof-Zufahrt auf die Kreuzung Zeppelinstraße/Siemensstraße gelöst werden.

Die Stadt will sich Einfluss auf die Ansiedlungen sichern und strebt „als übergeordnete Klammer, zur Umsetzung und zum Monitoring dieser Gesamtausrichtung“ den Aufbau eines Standort- und Gebietsmanagements an, wie es etwa in Ober-Eschbach mit der „Standortinitiative Südcampus“ gelungen sei.

Die Gewerbegebietsentwicklung soll, so heißt es in der Vorlage weiter, „insgesamt nachhaltig und klimaneutral sein (unter anderem durch eine Nahwärmeversorgung, ein nachhaltiges Wassermanagement sowie ein standortbezogenes Mobilitätskonzept)“. Das Gebiet soll über leistungsstarke Breitbandversorgung verfügen, außerdem sollen Begegnungsflächen im öffentlichen Raum Möglichkeiten für firmenübergreifende Begegnung und zum Wissensaustausch bieten.

Außerdem soll angestrebt werden, dass sich Firmen die Infrastruktur teilen, also etwa Kindertagesstätte, Kantine, Parkplätze oder etwaige Sport- und Freizeitnutzungen in den Randbereichen.

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