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Mehr Sicherheit: Sogenannte Klemmfixe schützen Radfahrer nun auf der Düsseldorfer Straße.

Radfahren in Hessen

Getrennte Radwege zum Schutz für alle

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Beim Frühjahrsempfang kündigt der ADFC eine Kampagne für die Verkehrswende an. Das Land Hessen hat eine Musterlösung für Radinfrastruktur erarbeitet.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bereitet eine Kampagne unter dem Motto „Mehr Platz fürs Rad“ vor. Das sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Frank Hofmann beim ADFC-Frühjahrsempfang am Donnerstagabend in Frankfurt anlässlich des 40. Geburtstag des Vereins. „Wo Menschen mit dem Rad unterwegs sind, brauchen wir sichere und breite Radwege“, sagte er.

Für Kinder und alte Menschen müssten aus Gründen der Sicherheit baulich getrennte Radwege gebaut werden. „Jetzt ist die Zeit zu handeln“, sagte er angesichts der Radentscheide in Frankfurt, Kassel und Darmstadt. Die Bürger erwarteten von der Politik, dass Radfahren sicherer und komfortabler werde. Die Kampagne soll nächste Woche starten.

Nächsten Mittwoch werde der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) auf dem Nahmobilitätskongress in Frankfurt die geplante Radverkehrsförderung des Landes vorstellen, kündige Klaus Dapp aus dem Ministerium an. Unter anderem würden Korridorstudien für Radschnellverbindungen präsentiert.

Der erste schnelle Radweg zwischen Frankfurt und Darmstadt sei bei Egelsbach im Bau. Am 6. Juni werde das Teilstück eröffnet. Bis 2022 soll der Radweg fertig sein.

Außerdem habe das Land eine „Musterlösung“ für Radwege erarbeitet. Das sogenannte Radhauptnetz wolle Al-Wazir ebenfalls vorstellen. Dabei soll unter anderem eine einheitliche Farbe für die Markierung von Radwegen vorgeschrieben werden. „Wo Radverkehrsanlagen sind, sollen sie als solche erkennbar sein“, sagte Dapp.

Frankfurt markiert Radwege rot, um die Sichtbarkeit und Sicherheit zu erhöhen, unter anderem auf der Gutleutstraße. Andere Bundesländer verwenden verschiedene Farben. So sind Radwege im baden-württembergischen Tübingen teilweise blau, in der Bundeshauptstadt Berlin grün.

Stefan Janke, der Vorsitzende des ADFC Hessen, sprach sich dafür aus, die Pflicht zur Benutzung von Bordstein-Radwegen abzuschaffen, damit Radler auch auf der Straße fahren dürften. Für Kinder und unsichere Radfahrer müsse es baulich getrennte Radwege geben, bekräftigte er.

Auf einem Teil der Düsseldorfer Straße, zwischen Platz der Republik und Niddastraße, habe die Stadt Frankfurt jüngst einen solchen baulich getrennten Radweg errichtet, sagte Joachim Hochstein, der Leiter des Frankfurter Radfahrbüros, am Rande der Veranstaltung.

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