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Genüsse in den Seitenstraßen

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Von: Christiane Piament-Gensrich

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Die gemütliche Audenstraße ist bei Restaurant-Gästen in der Kurstadt beliebt. Die "Kartoffelküche Schenk ein" (rechts) ist jedoch schon seit Monaten geschlossen. priedemuth
Die gemütliche Audenstraße ist bei Restaurant-Gästen in der Kurstadt beliebt. Die "Kartoffelküche Schenk ein" (rechts) ist jedoch schon seit Monaten geschlossen. priedemuth © jp

BAD HOMBURG Gourmet-Lokal "Sängers" an neuem Standort / Weitere Neueröffnungen

Sie liegen ein bisschen versteckt abseits der großen Einkaufsmeile Louisenstraße. Aber das macht sie oft umso gemütlicher. Bei den Seitenstraßen-Restaurants in der Bad Homburger Innenstadt hat sich in jüngster Zeit einiges verändert. An der Ecke Dorotheenstraße/Waisenhausstraße ist seit gut einem Monat das neue "Stadtcafé und Restaurant Bad Homburg" geöffnet. Früher war hier, gegenüber der St. Marienkirche, das "Himalayan Restaurant" mit indischer und nepalesischer Küche. Jetzt gibt es internationale Speisen, bunt gemischt sowie Kaffee und Kuchen und am Wochenende auch Frühstück. "Wir haben ein Crossover-Konzept und möchten, dass jeder bei uns etwas Leckeres findet", sagt Sonia Borges, die das Lokal zusammen mit Maya Aryal neu gestartet hat.

Angeboten werden Gerichte aus Portugal, Brasilien und Nepal, aber auch Klassiker wie Rumpsteak und Wiener Schnitzel oder Salat mit Lachs und Mango-Chutney. Für Aryal ist es ein Neuanfang am alten Standort. Zuvor hatte sie zusammen mit ihrem Mann das Himalayan Restaurant geführt. Jetzt gibt sie den Köchen bei den nepalesischen Gerichten Tipps. Den Koch Edmilson der Souza stellt Borges als "Chef Dimi" vor. Er kommt aus Brasilien und Köchin Henriqueta da Costa ist Portugiesin. Borges hat ebenfalls portugiesische Wurzeln und war mehr als zehn Jahre Sozialpädagogin in Frankfurt. "Während des Studiums habe ich viel in der Gastronomie gearbeitet", erzählt sie. Besonders wichtig seien ihr und Aryal gute Verträge mit anständiger Bezahlung für die Angestellten, betont sie. Und ab und zu backt sie auch selbst einen Kuchen für's Lokal.

Aufräumen in der Altstadt

In der Altstadt, Obergasse 1, wird unterdessen noch eifrig gewerkelt. "Seit einem Monat sind wir am Aufräumen", berichtet Klaus Sänger. Der Chef von "Sängers Restaurant" will das Gourmet-Lokal Anfang September am neuen Standort wieder eröffnen. Ende März hatte er sein Restaurant in der Kaiser-Friedrich-Promenade schließen müssen, weil der Pachtvertrag ausgelaufen war.

In der Obergasse war vor einigen Jahren schon einmal ein Restaurant mit gehobener Küche, das Oberle's. Später gab es dort ein libanesisches Lokal, dann zog "Die Küche" ein, Gästen auch als "ehemalige Kartoffelküche" bekannt. Deren Betreiber Jutta und Klaus Debus hatten ihre Gaststätte früher in den Räumen der "Kartoffelküche Schenk ein" in der Audenstraße. Insgesamt 33 Jahre lang haben sie Bad Homburger und Auswärtige mit Kartoffelgerichten in allen erdenklichen Varianten bekocht. "Und vielleicht geht es ja auch demnächst in Bad Homburg irgendwo weiter", sagen sie.

Wer die "Kartoffelküche Schenk ein" in der Audenstraße besuchen möchte, wird enttäuscht. Auch dort gibt es derzeit nichts zu essen. "Dauerhaft geschlossen", ist im Internet zu lesen. Und vor der Tür lagert Baumaterial. Wie es weitergehen soll, ist nicht bekannt.

Auch das Restaurant des Hotels "Zur Traube" im Schwedenpfad ist zu, schon seit mehr als einem Jahr. "Wir suchen einen Pächter, der deutsche oder europäische Küche anbietet", heißt es von dort.

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