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Nadine Gersberg.
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Nadine Gersberg.

SPD in Offenbach

Genosse wirft Heike Habermann „Klüngel“ vor

  • Agnes Schönberger
    VonAgnes Schönberger
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Die SPD-Landtagsabgeordnete kandidiert nicht mehr und schlägt als Nachfolgerin die Offenbacher Fraktionsgeschäftsführerin vor. Kritik an dem „Alleingang“ weist sie zurück.

Die SPD diskutiere derzeit über eine „Erneuerung“, tatsächlich werde jedoch in den Hinterzimmern geklüngelt und an der Parteibasis vorbei würden Posten vergeben. Dies schreibt der Offenbacher Erich Strüb, seit 1953 SPD-Mitglied und 27 Jahre lang Stadtverordneter, in einem Brief an den Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel. Darin beschwert sich der Genosse über die Landtagsabgeordnete Heike Habermann, die ihrer Partei jüngst empfahl, die Offenbacher Fraktionsgeschäftsführerin Nadine Gersberg solle ihre Nachfolgerin werden, weil sie 2018 nicht erneut zur Landtagswahl antrete.

Strüb spricht in diesem Zusammenhang von „Klüngel“. Er sagt, Habermann habe in der SPD-Vorstandssitzung behauptet, ihr Vorschlag sei mit Schäfer-Gümbel abgesprochen und es sei bereits vereinbart worden, dass Gersberg einen sicheren Listenplatz erhalte. Der Genosse findet diesen „Alleingang“ ungeheuerlich; das Vorgehen widerspreche den Prinzipien der innerparteilichen Demokratie und passe auch nicht zum „Neuanfang“ der SPD.

Habermann wirft Strüb vor, die Unwahrheit zu sagen. Sie habe Schäfer-Gümbel lediglich mitgeteilt, dass sie für eine Nachfolge sorgen und sich dafür einsetzen wolle, dass Gersberg einen guten Listenplatz bekomme. „Es gibt keine Absprache“, sagte sie.

Gersberg betonte, sie sei ein „totaler Basismensch. Ich mag es auch nicht, wenn einem jemand vorgesetzt wird.“ Sie wies darauf hin, dass die Entscheidung über die Kandidatur bei der SPD-Basis liegen werde. Sie sehe sich keineswegs als „gesetzt“, sondern rechne mit weiteren Bewerbungen.

Die 40-jährige Diplomsozialwirtin ist seit zehn Jahren Fraktionsgeschäftsführerin. Gersberg engagiert sich im Bezirksvorstand der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, im Ortsverein Bürgel-Rumpenheim und in der Arbeitsgemeinschaft Integration. Sie ist seit kurzem Mutter und in Elternzeit.

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