Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hessen

Gemeinsamer Plan

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
    schließen

Theater wollen in der Corona-Pandemie eine Arbeitsgruppe mit Politik und Gesundheitsbehörden, um konstruktive Vorschläge für die Zukunft zu entwickeln.

Drei hessische Theaterverbände setzen sich in der Corona-Pandemie für die Schaffung einer interdisziplinären Arbeitsgruppe ein, die zwischen Politik, Gesundheitsbehörden und Kulturschaffenden vermitteln soll. Ziel müsse es sein, konstruktive Vorschläge für den weiteren Weg zu entwickeln und „mehr Planungssicherheit“ zu ermöglichen, sagte Matthias Pees, Intendant des Frankfurter Mousonturms, auf einer Online-Pressekonferenz der Frankfurter Theaterallianz, ID_Frankfurt (Independent Dance and Performance) und LaPROF, dem Landesverband professionelle freie darstellende Künste Hessen.

Diese Arbeitsgruppe könne als „temporäre Stelle“ eingerichtet werden und solle in enger Absprache mit Land und Kommunen bündeln, „was wann und wie wieder erlaubt werden kann“, beschreibt es Katrin Hylla vom Marburger Theater neben dem Turm. Seit November 2020 sind die Theater in Hessen geschlossen. Nach dem Fünf-Stufen-Plan der Bundesregierung war Ende März als frühestmöglicher Termin für eine Wiederöffnung der Bühnen anvisiert. „Doch die Lage hat sich verschlechtert, nicht nur für die Theater, sondern für die Gesamtgesellschaft“, meint Theaterallianz-Vorstand Pees. Nach fünf Monaten im Lockdown seien einfach alle zermürbt.

Im Hinblick auf gemeinsame Konzepte und Öffnungsstrategien hat die Theaterszene zudem die Bewerbung der Stadt Frankfurt als Corona-Modellregion beim Land Hessen begrüßt. Die Häuser seien bereit, sofort in die nötige Vorplanung einzusteigen. In einer Modellregion sind für Menschen mit negativem Schnelltest etwa Besuche von Kultureinrichtungen möglich.

Trotz der langen Bühnenpause sei die Szene „unheimlich produktiv“, sagt Gregor Glogowski von ID_Frankfurt. Die Künstler:innen reagierten „hochflexibel“ auf die Situation und hätten „viele neue Formate entwickelt“, vor allem digitale. Laut einer Umfrage unter mehr als 90 hessischen Theatergruppen, Ensembles und Häusern warten seit Herbst 60 fertig geprobte Produktionen auf ihre Premiere, zu 39 weiteren liefen derzeit die Proben. 135 Stücke seien bereits online aufgeführt worden.

„Frankfurts Bedeutung in der Theaterlandschaft ist deutlich gewachsen“, sagt La-PROF-Vorstand Jan Deck. Dies sei besonders der freien Szene zu verdanken, die völlig „unterfinanziert“ sei. Er fordert, die städtische Förderung für freies Theater müsse „mittelfristig um 800 000 Euro erhöht werden“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare