Beschluss

Joh-Areal-Pläne nehmen erste Hürde

  • schließen

Der Magistrat in Gelnhausen beschließt einstimmig, dass die Stadtentwicklungsgesellschaft  mit der Sparkasse über einen Verkauf verhandeln soll.

Der Plan des Main-Kinzig-Kreises und der Kreissparkasse, das Areal des früheren Kaufhauses Joh mit Verwaltung, Beruflichen Schulen, Handel und Gastronomie zu beleben, hat die erste Hürde genommen: Laut Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) beschloss der Magistrat einstimmig, dass die Stadtentwicklungsgesellschaft als Eigentümerin des Geländes mit der Sparkasse über einen Verkauf verhandeln soll. Kommende Woche entscheidet das Stadtparlament.

Nach den Worten von Glöckner ist es „wichtig, dass sich dort wieder urbanes Leben abspielt und städtebaulich die Südstadt bis zum Bahnhof eine Renaissance erlebt“. Der Kritik der CDU, er habe mit Kreis und Sparkasse „unter Ausschluss der städtischen Gremien“ verhandelt, widerspricht der Bürgermeister. Er habe den Magistrat informiert.

Die Immobilie steht seit mehr als fünf Jahren leer. Pläne für ein „Barbarossa City Outlet“ wurden immer wieder verschoben und zerschlugen sich schließlich. Zumindest die größten Fraktionen im Parlament – SPD und CDU – signalisieren, den Verhandlungen mit der Sparkasse zuzustimmen. SPD-Fraktionschef Ewald Desch spricht von einem guten Konzept und hält die OFB Projektentwicklung GmbH, die Teil der Sparkassen-Gruppe ist, für einen „starken und renommierten Partner“.

Kritik üben die Kreis-Grünen, weil der Kreis das Joh-Gelände als möglichen Standort für seine Akademie für Gesundheit und Pflege nannte. Sie mahnen, dass Gelnhausen nicht bevorzugt werden dürfe und hinterfragen auch die Rolle von Landrat Thorsten Stolz (SPD) beim Joh-Areal, der „zugleich Aufsichtsratschef der Kreissparkasse sowie ehemaliger Bürgermeister von Gelnhausen ist und entscheidend an der Misere mit dem Investor beteiligt war, der die Idee des Outlets krachend zum Scheitern brachte“.

Karl Netscher (SPD), Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses des Kreises, weist das als „Popanz“ zurück: Alle Bewerber für die Akademie hätten die gleichen Chancen, der Prozess sei offen und transparent.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare