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Schüler beim Rechnen.

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Schulen in Hessen: Geld und mehr nötig

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Was umgehend geschehen muss: bessere Qualifizierung der Seiteneinsteiger, mehr Sozialpädagogen und Schulpsychologen – und, ja, auch eine höhere Besoldung.

Mit mehr Geld für die Lehrkräfte wird die Lage an den hessischen Grundschulen nicht besser. Es werden weiterhin Lehrer fehlen, Seiteneinsteiger die Lücken füllen und die Kinder darunter leiden.

Dennoch sind die Forderungen der Grundschullehrkräfte mehr als berechtigt. Sie leisten ebenso viel wie ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulen – mindestens. So unterschiedlich die Aufgaben auch sein mögen. Eine gleiche Bezahlung wäre dafür die nötige Anerkennung.

Die Frage nach der Gerechtigkeit muss noch an ganz anderer Stelle beantwortet werden. Denn unter Lehrermangel und dem Einsatz von Laienpädagogen leiden vor allem die Kinder. Besonders jene aus bildungsfernen Familien und alle, die einer besonderen Förderung bedürfen. Also auch die besonders schlauen.

Schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht. Doch abzuwarten, bis der Ausbau der Ausbildungskapazitäten Früchte trägt, wäre unverantwortlich. Was umgehend geschehen muss: bessere Qualifizierung der Seiteneinsteiger, mehr Sozialpädagogen und Schulpsychologen – und, ja, auch eine höhere Besoldung.

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