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Neuer Bewohner des Kobeltzoos wartet auf Spenden: der Nandu.
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Ein Nandu.

Geflügelpest

Eulen und Nandus müssen sterben

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Die Richter lehnen die Beschwerde des Tierhalters ab. Dem Mann waren 17 Pfauen an dem Virus gestorben, jetzt muss er seine anderen Vögel keulen.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Beschwerde eines Tierhalters aus Freiensteinau zurückgewesen. Die Tötungsanordnung zum Schutz vor einer Ausbreitung der Geflügelpest sei rechtens. Der Senat bestätigte damit den Beschluss des Verwaltungsgerichts Gießen vom 14. Januar. Der Mann hält auf seinem Grundstück insgesamt 46 Eulen, zwei Kolkraben, drei Nandus, 18 Gänse, sechs Enten, zehn Hühner, zwei Seriema, zwei Kraniche, Sittiche, 50 Tauben sowie einen Pfau. Lediglich die Tauben dürfen am Leben bleiben. Der Vogelfreund hatte einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz gestellt. Der Beschluss sei unanfechtbar, teilte der VGH am Dienstag mit.

Nachdem 17 Pfauen an einer hochpathogenen Variante des Geflügelpestvirus gestorben waren, hatte der Landkreis die sofortige Tötung aller anderen Vögel angeordnet – mit Ausnahme der Tauben. Die Tiere werden in verschiedenen Volieren und Ställen gehalten. Der Hobbyhalter argumentierte, das es sich keineswegs um einen einheitlichen Seuchenbestand handele. Er forderte eine gutachterliche Optimierungsanalyse mit dem Ziel einer Ausnahme von der Tötung.

Der 8. Senat begründete seine Ablehnung damit, dass die Geflügelpestverordnung vorsehe, den gesamten Vogelbestand zu töten, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auf die Größe des Bestands oder Hintergrund der Tierhaltung komme es dabei nicht an. Die Vögel in Freiensteinau würden so nah beieinander gehalten, dass das Virus durch einfachen Luftzug oder den Menschen übertragen werden könne. Eine Ausnahme sei aufgrund des vorgelegten Biosicherheitskonzepts nicht möglich.

Das in Deutschland unter Wildvögeln verbreiteten Influenzavirus wurde in Hessen zuerst Mitte Dezember bei tot aufgefundenen Schwänen an den Ober-Mooser Teichen im Vogelsberg festgestellt. Eine Übertragung auf den Menschen ist unwahrscheinlich. Am 7. Januar wurde das Virus bei den verendeten Pfauen in Freiensteinau festgestellt. Zehn Kilometer um den Ausbruchsort ist der Freilauf für Geflügel untersagt.

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