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Gebäude-Erschütterung wird gemessen

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Die starken Erschütterungen durch den Autoverkehr auf der Sindlinger Straße sollen mit Messgeräten erfasst werden. mehrfeld
Die starken Erschütterungen durch den Autoverkehr auf der Sindlinger Straße sollen mit Messgeräten erfasst werden. mehrfeld © Mehrfeld Niklaus

Beim Umbau der Sindlinger Straße sollen Fahrbahnschwingungen reduziert werden

Okriftel - Während des zweiten Informationsabends zur geplanten Umgestaltung der Sindlinger Straße im Haus der Vereine wurden die Anwohnerinnen und Anwohner von Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) sowie von Fachleuten über den derzeitigen Stand der Planungen informiert. Dabei wurden insbesondere Themen und Fragen aus der ersten Informationsveranstaltung im Juli wieder aufgegriffen. Zwischenzeitlich wurden die damals der Verwaltung vorgetragenen Anregungen auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft und teilweise zudem berücksichtigt.

Ein wichtiges Thema, das sich aus der ersten Informationsveranstaltung ergeben hatte, waren die durch Unebenheiten im Straßenbelag erzeugten Schwingungen und Erschütterungen von Gebäuden an der Sindlinger Straße. Zur Beantwortung von Fragen der Besucherinnen und Besucher hatte die Stadtverwaltung den am Umbau beteiligten Diplom-Ingenieur Martin Forst eingeladen. Der Experte erläuterte, wie die Schwingungen und Erschütterung von durchfahrenden Fahrzeugen durch die geplante neue Pflasterung sowie der Ebnung der Fahrbahnoberfläche reduziert werden können. Um die Schwingungsbelastung besser beurteilen zu können, sollen nun für einige Wochen in drei Gebäuden Messgeräte aufgestellt werden. Während der Bauphase soll dann die Einhaltung der Grenzwerte der Schwingungen von Baumaschinen überwacht werden. Dazu werden nun noch Anwohnerinnen und Anwohner gesucht, die bereit sind, die Erschütterungen durch ein Gerät messen zu lassen, das in ihren Gebäuden aufgestellt wird. Wer mitmachen und damit einverstanden ist, dass Messgeräte im eigenen Haus aufgestellt werden, kann sich bei den Stadtwerken Hattersheim unter folgender E-Mail melden: sindlinger@hattersheim.de.

Zudem ging es beim Informationsabend erneut um das Thema Starkregen und Entwässerung. So wurde den Besuchern erläutert, dass der im Zuge der Umbauarbeiten geplante neue Kanal etwa doppelt so viel Wasser ableiten kann, als es derzeit der Fall ist. „Weitere Informationen zum Thema und Starkregenrisikokarten finden Interessierte auf der Webseite der Stadt Hattersheim unter: www.hattersheim.de/starkregen“, teilte eine Sprecherin der Stadtverwaltung dazu weiter mit. Dass gestautes Wasser im Kanal durch die Hausanschlussleitung in die Gebäude gelangt, lasse sich zudem durch eine Rückstausicherung verhindern, die in jedem Gebäude vorhanden sein sollte. Dafür verantwortlich ist laut Entwässerungssatzung der oder die jeweiligen Grundstückseigentümer selbst. Bei Fragen zu diesem Thema stehen den Bürgerinnen und Bürgern die Mitarbeiter der Stadtwerke Hattersheim zur Verfügung. Als nächstes soll es nun in die Ausführungsplanung gehen. Über den für das Frühjahr geplanten Baubeginn werde die Verwaltung nach eigenen Angaben rechtzeitig informieren.

Bei dem Informationsabend wurde außerdem berichtet, dass weitere Vorschläge aus der ersten Informationsveranstaltung in die Planungen mit aufgenommen worden seien. So soll nun auch der Gehweg östlich vom Schwarzbach zum Hochhaus erneuert werden, es wird eine Trasse für Fernwärmerohre freigehalten und in den Gehwegen werden Leerrohre für Glasfaserkabel eingeplant. red

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