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Demonstration Rechtsextremer in Fulda.

„Der III. Weg“ in Fulda

1500 Menschen  demonstrieren gegen „Der III. Weg“

Die rechtsextreme Kleinpartei „Der III. Weg“ marschiert mit 130 Leuten durch Fulda. 1500 Menschen stellen sich ihnen entgegen. 

Es sei weitgehend friedlich geblieben. Fünf Personen seien vorläufig festgenommen worden, unter anderem wegen Zeigen des Hitlergrußes, des Mitführens von Pyrotechnik und Beleidigung. Außerdem sei bei einer Personenkontrolle ein Haftbefehl vollstreckt worden. Insgesamt seien rund 1 000 Polizisten im Einsatz gewesen. 

Hinter den Gegendemos standen unter anderem der Verein „Fulda stellt sich quer“ und das „Aktionsbündnis für ein weltoffenes und demokratisches Fulda“, dem auch die evangelische und katholische Kirche angehören. Die zentrale Kundgebung der Partei „Der III. Weg“ stand unter dem Motto „Ein Licht für Dresden“ und wollte auf die Opfer der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 aufmerksam machen. 

Breites Bündnis gegen die Neonazis

Die Gegendemonstranten besetzten wichtige Plätze in der Stadt und veranstalteten dort ein buntes Programm mit Musik, Redebeiträgen und Theater. Es sprachen unter anderen der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand, der Landtagsabgeordnete Thomas Hering (beide CDU) sowie Marc Thilo Müller von der Bürgerbewegung „Pulse of Europe“. Um 17.15 Uhr begannen alle Kirchenglocken zu läuten. Das Verwaltungsgericht Kassel hatte am Montag einem Eilantrag der rechtsradikalen Partei gegen insgesamt 49 versammlungsrechtliche Auflagen der Stadt Fulda teilweise stattgegeben (AZ: 6 L 288/19.KS). 

So durfte die Partei unter anderem ihre Versammlung wie geplant am Auftaktort „Unterm Heilig Kreuz“ in Fulda starten und Wachsfackeln sowie Lichteffekte bei den stationären Kundgebungen einsetzen. Die Nutzung einer Sirene hatte das Gericht jedoch untersagt. (epd)

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