Eintagsfliegen schwirren unter einer Straßenlaterne.
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Eintagsfliegen schwirren unter einer Straßenlaterne.

Tiere

Fulda testet insektenfreundliche Beleuchtung

In Fulda und drei anderen Orten soll jetzt getestet werden, wie sich Beleuchtung optimieren lässt, um die Insektenvielfalt zu bewahren.

Wie lassen sich Insekten besser vor den schädlichen Auswirkungen der Lichtverschmutzung schützen? In der „Sternenstadt“ Fulda läuft jetzt ein Projekt an, das die Auswirkungen des Kunstlichts auf das Insektensterben untersucht und zur Verbesserung von Straßenlaternen beitragen soll. Dafür wurden Insektenfallen an Laternen angebracht, über die ermittelt werden soll, wie sich deren schädliche Anziehungseffekte verringern und so die Insekten besser schützen lassen. An dem Projekt beteiligen sich neben Fulda auch die Stadt Krakow am See in Mecklenburg-Vorpommern sowie die brandenburgischen Ortsteile Havelaue-Gülpe und Stechlin-Neuglobsow. Die Stadt Fulda hatte auch „Bürgerwissenschaftler“ um Hilfe beim Sammeln und Bestimmen der Insekten gebeten.

Sie können sich auch an Workshops sowie an Messungen der Nachthimmelshelligkeit über eine App beteiligen. Für Freitag (30. Oktober) ist zudem eine Auftaktveranstaltung für das Projekt in Stechlin-Neuglobsow mit Online-Einwahlmöglichkeit geplant. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Fulda gilt als vorbildlich beim Umgang mit der Lichtverschmutzung: Nachdem das nahe Biosphärenreservat Rhön 2014 von einer Fachorganisation aus den USA als Sternenpark ausgezeichnet worden war, erhielt Fulda Anfang 2019 die Auszeichnung als Sternenstadt. (dpa)

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