Stoßstange an Stoßstange auf der Friedberger Landstraße.
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Stoßstange an Stoßstange auf der Friedberger Landstraße.

Projekt

Für besseren Verkehrsfluss sorgen

Angeknüpft werden soll an Erfahrungen von Städten wie Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt.

Ein neues Projekt soll den Verkehr im Rhein-Main-Gebiet flüssiger machen und so zugleich für bessere Luft sorgen. Dabei soll die Steuerung über die Städte und Gemeinden hinweg besser aufeinander abgestimmt werden, wie Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs (CDU), am Donnerstag mitteilten. Aus dem Förderprogramm „Saubere Luft“ des Bundes fließen für das Projekt knapp neun Millionen Euro.

Angeknüpft werden soll dabei an Erfahrungen von Städten wie Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt. Sie hatten wegen zu hoher Stickoxid-Werte in den Innenstädten beispielsweise Ampelsteuerungen aufeinander abgestimmt oder an die aktuelle Verkehrsbelastung angepasst. Es geht aber beispielsweise auch darum, Autofahrer zu Park-and-Ride-Plätzen zu lotsen, damit sie gar nicht erst mit dem Wagen in die Stadt fahren, sondern Busse und Bahnen nutzen.

„Im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet mit seinem hoch ausgelasteten Straßennetz haben punktuelle Ereignisse wie ein liegengebliebenes Fahrzeug in einer Ortsdurchfahrt sehr schnell weitreichende Folgen“, sagte Al-Wazir. Nicht aufeinander abgestimmte, lokale Strategien verlagerten die Belastungen nur, es brauche eine übergeordnete Steuerung.

Landrat Krebs sagte, auch die Landkreise könnten davon profitieren. „Bisher hatten wir nur wenig Möglichkeit, auf geänderte Verkehrssituationen in unseren Städten zu reagieren, wenn zum Beispiel aufgrund von Störungen und Staus auf der A66, A5 oder A661 die Verkehrsbelastung unserer Ortsdurchfahrten zunahm.“

In einem ersten Schritt sollen bei dem Projekt Strategien entwickelt, in einem zweiten dann die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Umsetzen wird das Projekt die ivm GmbH, was für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain steht. (dpa)

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