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Ganz unten auf der Skala rangiert das Friseurhandwerk.

Agentur für Arbeit

Friseure verdienen in Hessen nur 1544 Euro

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Laut der jüngsten Einkommensstatistik steht Hessen im Vergleich mit den anderen Bundesländern gut da.

Die Vollzeitbeschäftigten in Hessen liegen mit ihrem monatlichen Bruttoeinkommen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 3304 Euro. Nur in Hamburg und Baden-Württemberg wird noch etwas mehr verdient als die in Hessen üblichen 3593 Euro. Das geht aus der jüngsten Einkommensstatistik hervor, die die Agentur für Arbeit am Dienstag vorgelegt hat.

Schlusslicht im Ländervergleich ist Mecklenburg-Vorpommern mit einem Durchschnittsgehalt von 2496 Euro brutto. Nicht nur zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede, sondern auch innerhalb von Hessen: Spitzenreiter ist die Stadt Darmstadt, mit einem Durchschnittseinkommen von immerhin 4309 Euro, dicht gefolgt von Frankfurt (4307 Euro), dem Main-Taunus-Kreis und dem Hochtaunuskreis. An letzter Stelle der Tabelle steht der Werra-Meißner-Kreis mit 2913 Euro.

Noch immer verdienen Frauen in ganz Hessen deutlich weniger als Männer, deren Verdienst von der Agentur für Arbeit mit 3769 Euro brutto angeben wird, während die Frauen mit 3292 Euro auskommen müssen. Ein ähnlicher Trend gilt für alle westlichen Bundesländer, während es in den neuen Bundesländern, namentlich Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sogar umgekehrt ist: Dort haben die Frauen die höhere Bezüge.

Eines der wichtigsten Kriterien für die Höhe des Einkommens ist die Qualifikation. Ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen in Hessen mit 2518 Euro brutto auskommen, eine Fachkraft mit Berufsabschluss kann mit 3427 Euro rechnen. Beschäftigte mit einem akademischen Abschluss erzielen in Hessen ein durchschnittliches monatliches Bruttoarbeitsentgelt von 5484 Euro. Wer nachblättern möchte: Der „Entgeltatlas 2018“ wird in Kürze erscheinen. Alle genannten Zahlen stammen aus dem vergangenen Jahr. Die Angaben über die berufsspezifischen Einkommen wurden dem Jahr 2017 entnommen.

Ganz unten auf der Skala rangiert das Friseurhandwerk mit lediglich 1544 Euro im Monat – da kann man nur hoffen, dass die Friseure und Friseurinnen viel Trinkgeld bekommen. Bankkaufleute dagegen haben jeden Monat 5572 Euro zum Leben und belegen damit die Spitzenposition.

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