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Wo sich Anwohner über neue Windkraftanlagen beschweren, kümmert sich die Hessen-Agentur um Mediation.
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Wo sich Anwohner über neue Windkraftanlagen beschweren, kümmert sich die Hessen-Agentur um Mediation.

Hessen-Agentur

Frischer Wind in Agentur

  • Fabian Scheuermann
    VonFabian Scheuermann
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Die Hessen-Agentur will in Zukunft transparenter arbeiten und sich verstärkt im Bereich der erneuerbaren Energien engagieren, verkündete Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Die Hessen-Agentur (HA) wird sich in Zukunft stärker im Bereich der erneuerbaren Energien engagieren. Das verkündete Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch bei der Vorstellung des Jahresberichts der Agentur. Die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft soll mit ihren 77 Mitarbeitern zudem künftig transparenter arbeiten. Dafür soll unter Einbeziehung von Verbänden, Kammern, Gewerkschaften und Landtagsfraktionen ein Beirat geschaffen werden. „Ziel ist, die Aufgaben und Geschäftsfelder transparent und objektiv darzustellen“, sagte Al-Wazir. Man wolle zeigen, dass die Agentur nicht nur für die Landesregierung, sondern für das ganze Land arbeite.

Aus Sicht der Opposition ist die Schaffung des Beirats überfällig: „Aufgrund der Vorgeschichte der Agentur und der damit verbundenen Skandale“, so der Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gerfried Zluga-Buck, sei mehr Transparenz „dringend geboten“.

Hinter der Agentur liegen turbulente Zeiten: Nach mehreren Wechseln in der Geschäftsführung begann 2013 die „Hessen Trade & Invest“ ihre Arbeit. Die HA-Tochtergesellschaft kümmert sich unter Leitung Rainer Waldschmidts um die Anwerbung internationaler Konzerne und Beratung hessischer Betriebe, die den Sprung ins Ausland wagen wollen. Ein jüngst in Hessen sesshaft gewordenes Unternehmen ist etwa die Agricultural Bank of China mit neuen Büros in Frankfurt.

Akteure miteinander verbinden

Überschneidungen mit kommunalen Wirtschaftsförderern soll es laut Waldschmidt nicht geben: „Wir tun nichts, was bereits andere tun.“ Vielmehr wolle man vorhandene Akteure „miteinander verbinden“.

Zu den Geschäftsfeldern der Hessen-Agentur zählen neben klassischem Standortmarketing die Vernetzung von Wirtschaft und Politik, die Durchführung von Projekten und die Ausarbeitung von Studien – etwa zur Demografie. Ein Beispiel für ein Tourismus-Projekt sei laut HA-Geschäftsführer Folke Mühlhölzer die „Wandertouren-App“: Einmal aufs Handy geladen können Hessen-Urlauber damit durch Wald und Wiese navigieren.

Im Bereich erneuerbare Energien ist die Agentur mit Mediationsprojekten aktiv. Al-Wazir hofft, dass so auch die Debatte über Windkraftanlagen „versachlicht“ werden könne. Im laufenden Jahr sollen vom Land 1,1 Millionen Euro für solche Kommuniktionsprozesse bereitgestellt werden. Bislang wurden unter dem Namen „Bürgerforum Energieland Hessen“ 15 Veranstaltungen in acht Kommunen realisiert.

Neuland betritt die HA-Stadtentwicklungsgesellschaft (Haseg), deren planerische Arbeit an Frankfurts Riedberg nach 2016 ausläuft. So konnte sich die Haseg bei der Planung eines neuen Quartiers in Freiburg durchsetzen. „Wir exportieren unser Know-How“, so Haseg-Geschäftsführer Friedhelm Flug. Vertreter aus Freiburg würden bald den Riedberg besuchen und sich mit Frankfurter Politikern treffen. Künftige Projekte in Hessen sind Konversionsflächen in Darmstadt und möglicherweise die Überbauung der A661 in Frankfurt.

Alle drei Gesellschaften wiesen 2013 ein positives Jahresergebnis vor Steuern aus. Auf die Frage, ob das Land künftig in gleichem Maße wie bisher in Projektverträge mit den Gesellschaften investieren wird, antwortete Al-Wazir, dass man sich auf dem Weg zum ausgeglichenen Haushalt „alle Ausgaben“ anschaue.

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