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Friedensbewegung berät in Kassel

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Von: Pitt von Bebenburg

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„Realistische Ansätze für Verhandlungslösung“ des Ukraine-Kriegs gesucht. Auch die Lage in Afghanistan ist Thema des Friedensratschlags in Kassel

Die Friedensbewegung kommt am Wochenende in Kassel zu ihrem „Ratschlag“ zusammen. Rund 300 Aktive werden im Philipp-Scheidemann-Haus erwartet, wie Organisator Willi van Ooyen mitteilte.

Selten waren die Themen so dringlich wie zur Zeit des Kriegs gegen die Ukraine. Man werde sich „mit realistischen Ansätzen für Verhandlungslösungen im Ukrainekrieg und Chancen für eine neue globale Friedensordnung beschäftigen“, heißt es in der Ankündigung. Darüber werden auf einem Podium die Schriftstellerin Daniela Dahn, der Naturfreunde-Vorsitzende Michael Müller, der Jurist Norman Paech und der ehemalige Diplomat Michael von der Schulenburg diskutieren.

Die zweitägige Konferenz wird sich aber nicht nur mit der Ukraine befassen. Der frühere Diplomat Hans-Christoph von Sponeck wird in seinem Vortrag Ideen vorstellen, wie die Vereinten Nationen handlungsfähiger werden könnten. In Workshops geht es um die politischen Entwicklungen in China und Indien, dem Nahen und Mittleren Osten und in Afrika. Über Friedensperspektiven für Afghanistan spricht Heela Nadschibullah, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Mohammed Nadschibullah, der Afghanistan von 1987 bis 1992 regierte.

Zwei Jahre lang hatte es wegen der Corona-Pandemie keinen „Friedensratschlag“ gegeben. Das Format hat jahrzehntelange Tradition. Es war vom Kasseler Friedensforscher Peter Strutynski ins Leben gerufen worden, der 2015 gestorben ist.

In diesem Jahr lautet das Motto „Unterwegs zu einer neuen Weltordnung – Weltkrieg oder sozialökologische Wende zum Frieden“. Diskutiert werden soll auch über die Zusammenarbeit von Umwelt- und Friedensbewegung.

www.friedensratschlag.de

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