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Friedendemos in Frankfurt und Wiesbaden

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Von: Madeleine Reckmann, Georg Leppert

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Am Sonntag werden wieder viele Menschen auf die Straße gehen,
Am Sonntag werden wieder viele Menschen auf die Straße gehen, © ROLF OESER

Zehntausende könnten am Sonntag auf die Straße gehen, um gegen den russischen Angriffskrieg zu protestieren.

In der Anmeldung ist von 10 000 Teilnehmenden die Rede. Doch es ist gut möglich, dass am Sonntagmittag weitaus mehr Menschen in die Frankfurter Innenstadt kommen werden, um gegen den russischen Angriffskrieg zu demonstrieren.

So gab es am Freitag immer mehr Aufrufe, sich der Großdemonstration anzuschließen. Gruppen, die für das Wochenende eigentlich eigene Veranstaltungen geplant hatten, sagten diese ab und baten Interessierte, zur zentralen Demonstration in die Innenstadt zu kommen. Unter anderem beteiligen sich jetzt auch die „Omas gegen rechts“ an den Friedensprotesten. Die Initiative Pulse of Europe verzichtet auf eine parallel geplante Kundgebung,

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In Frankfurt beginnt die Kundgebung am Sonntag, 13. März, um 12 Uhr auf dem Opernplatz. Anschließend wollen die Menschen über Anlagenring und Messe zur Bockenheimer Warte laufen und dann zurück zum Opernplatz, wo eine Abschlusskundgebung geplant ist.

In Wiesbaden ist die Kundgebung für Sonntag, 15 bis 18 Uhr, auf dem Dern’schen Gelände angemeldet. Die Veranstaltung steht unter dem Motto #WIstand withukraine. geo/mre

Frankfurt ist eine von fünf deutschen Städten, für die unter anderem die Kirchen und der DGB zu Friedensprotesten aufrufen. Bei der Kundgebung werden unter anderem Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), Stadtdekan Achim Knecht und Meron Mendel von der Bildungsstätte Anne Frank sprechen.

In Wiesbaden organisieren Kulturschaffende als Zeichen der Unterstützung für die Menschen in der Ukraine für Sonntag eine Kundgebung mit Kultur und Musik in der Innenstadt. 40 Musiker:innen und andere Künstler:innen treten ohne Gage auf. Zu den Initiatoren gehören Hendrik Seipel-Rotter und Carsten Schack vom Wiesbadener Kulturzentrum Schlachthof sowie Michael Stein von der Eventagentur Palast Promotion.

Einer der Höhepunkte soll der Beitrag der Sängerin Olga Zaitseva-Herz sein, die unter anderem die ukrainische Nationalhymne singen will. Musiker des Staatsorchesters unterstützen sie. Zaitseva-Herz stammt aus Nipro in der Ostukraine und lebt seit 2008 in Deutschland, studierte an der Wiesbadener Musikakademie Gesang und Violine und gründete die Band Zaitsa. Die Sängerin ist aktuell Ansprechpartnerin für viele Menschen in der Ukraine, die das Land verlassen möchten. Ihren Eltern sei es kürzlich gelungen, das Land zu verlassen, mit der Eisenbahn und unter russischem Beschuss. Der Erlös der Veranstaltung soll für die Hilfe in der Ukraine an Unicef gespendet werden.

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